Kategorie: Europa

( Altersarmut )

Eigentlich wäre der Ruhestand etwas auf das man sich freuen könnte. Man hat in der Regel um die 45 Jahre gearbeitet und muss nun nicht mehr jeden Tag auf die Anweisungen seiner Chefs oder Vorarbeiter hören. Aber natürlich macht die Arbeit auch etwas mit dem eigenen Körper, sie ist „produktive Verausgabung von menschlichem Hirn, Muskel, Nerv, Hand etc.“ wie Karl Marx sagt. Die Arbeiter verkaufen nicht ihren Körper sondern ihre Arbeitskraft auf Zeit. Aber an ihrer Arbeitskraft hängen sie ja körperlich dran. Und das macht auf Dauer kaputt. Denn zu jedem proletarischen Beruf gibt es auch die entsprechenden Berufskrankheiten. Wer immer nur am Band steht und die immer gleiche Bewegung ausführen muss wird Probleme mit den Gelenken und Sehnen bekommen. Das ständige stehen geht auf den Rücken. Genau so in der Pflege oder auf dem Bau wo gehoben werden muss. Chemikalien, Farbpartikel und andere Feinstoffe setzen sich in der Lunge ab, der ständige Lärm in der Kita oder der Werkshalle belasten das Gehör. Und so kann man sich glücklich schätzen wenn man mit 67 noch keine chronische Krankheit aufgrund seiner Arbeit hat.

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