Erklärung der Redaktion der Roten Fahne, Österreich: Venezuela – Nieder mit der Aggression des USA-Imperialismus!

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Erklärung der Redaktion der Roten Fahne, Österreich: Venezuela – Nieder mit der Aggression des USA-Imperialismus!

In einem bemerkenswerten Akt des staatlichen Terrorismus und der nackten Reaktion überfiel der USA-Imperialismus vom 2. auf 3. Jänner Venzuela, intervenierte mit Spezialtruppen der „Delta-Force“, warf Bomben über verschiedenen Zielen ab und entführte den Präsidenten Nicolas Maduro. Diese beispiellose Aggression ist allerdings nicht das Ende des jüngsten Yankee-Feldzuges gegen Lateinamerika, sondern ein Auftakt für weitere Aggression, Intervention und imperialistische Barbarei.

Die Führung des USA-Imperialismus spekuliert in dieser Operation (die den Namen „Absolute Entschlossenheit“ trägt), insbesondere mit der schamlosen Entführung Maduros, darauf, dass sie das Lager des „Chavismus“ spalten, Venezuela wieder in ihre Halbkolonie verwandeln, seine Bodenschätze ausbeuten und die Region nach ihren eigenen Interessen führen können. Besonders deutlich wurde das in der Pressekonferenz, die Trump mit anderen Verantwortlichen dieses feigen Überfalls gab: in ihr kam selbst der Name „Lateinamerika“ nicht mehr vor, es wurde nur noch von „westlicher Hemisphäre“ gesprochen. Es könnte nicht deutlicher ausgedrückt werden, dass der US-Imperialismus die nationale Souveränität und Unabhängigkeit der Länder Lateinamerikas vollkommen negiert – sie alle sind nur noch Territorien der „westlichen Hemisphäre“, die wiederum unter der (wortwörtlichen!) „totalen Hegemonie der USA“ stehen müsse.

Schon mehrfach versuchten die USA- und EU-Imperialisten einen gewaltsamen „Regime-Change“ in Venezuela zu erzwingen. Immer wieder bauten sie zwielichtige Figuren auf, die sie durch gezielte Provokationen und von Washington orchestrierte Proteste an die Spitze des lateinamerikanischen Landes setzen wollten. Zum Bedauern der Imperialisten, schlugen alle bisherigen Versuche fehl und es stellte sich immer wieder rasch heraus, dass dieserlei „Opposition“ unter den Massen Venezuelas keinen entscheidenden Rückhalt besitzt, auf den gestützt das Land geführt werden könnte. Daraus zog der US-Imperialismus seine Schlussfolgerungen und Trump gab offen zu, dass Maria Corina Machado (die aktuelle Friedensnobelpreisträgerin und derzeitige „Oppositionsführerin“) tatsächlich „keine Basis im Land hat“. Daher versucht der US-Imperialismus nun das Lager venezolanischen Bürokratie zu spalten und durch erhöhten Druck eine Gruppe aus Regierungs-, Justiz- und Militärvertretern herauszubrechen, die bereit sind die Wünsche der USA umzusetzen und das Land in ihrem Sinne zu verwalten. Über Gespräche mit der derzeitigen Präsidentin Delcy Rodriguez (die das Amt statt Maduro nun führt) meinte Trump drohend: „Ich finde, sie war sehr zuvorkommend, aber sie hatte auch wirklich keine andere Wahl.“

So wie es dem US-Imperialismus strategisch durchaus auch um das venezolansiche Erdöl geht, so sehr geht es ihm bei der erfolgten Militäroperation auch darum, eine Drohkulisse gegen alle anderen lateinamerikansichen Länder aufzubauen: niemand soll auch nur eine Sekunde lang glauben, dass er seine Geschicke und Pläne ohne die Zustimmung Washingtons verfolgen könne. So vermerkte Trump bereits, dass man „auch über Kuba sprechen muss“ und dass er „an Stelle der Verantwortlichen in Kuba besorgt wäre“, womit eindeutig eine historische Aggression gegen die kubanische Nation vorbereitet wird. Die Operation „Absolute Entschlossenheit“ findet mit den verbrecherischen Ereignissen in Venezuela keinen Abschluss, sondern leitet einen neuen Zyklus der Pläne des US-Imperialismus zur Verteilung und Kontrolle Lateinamerikas ein, womit auch davon ausgegangen werden kann, dass damit eine neue Periode der Interventionen und ungerechten Kriege eingeleitet wird.

Allerdings werden die Pläne des USA-Imperialismus und der ihm zu Hilfe eilenden EU nicht unwidersprochen bleiben. Die Völker und Nationen Lateinamerikas werden nicht tatenlos zusehen, wenn sich der US-Imperialismus erneut und immer weiter über sie erheben möchte. Zu viele Erfahrungen haben die Völker und Nationen Lateinamerikas schon mit der Aggerssion aus dem Norden, zu genau wissen sie, dass es mit diesem Monster kein Verhandeln gibt, sondern nur den Kampf! Durch die Wellen des nationalen, revolutionären Widerstands wird der USA-Imperialismus in Lateinamerika sein Grab finden, ausgehoben mit den Gewehren in den Händen der Massen.

An der Seite Lateinamerikas stehen die Massen Palästinas, so wie alle Völker und Nationen der Erde, die um ihre Selbstbestimmung und nationale Freiheit kämpfen. An der Seite Lateinamerikas stehen die revolutionären Kräfte der sozialistischen Revolution, an der Seite Lateinamerikas stehen alle Antiimperialisten. Die Aggression des USA-Imperialismus darf nicht unwidersprochen bleiben. Auch in Europa werden unmittelbar zahlreiche Aktionen stattfinden. Die antiimperialistischen Kräfte werden voranmarschieren und werden sich immer weiter mit all jenen verbinden, die die zahlreichen Verbrechen des US-Imperialismus zurückweisen und laut rufen:

Yankee go home!

Hände weg von Venezuela!

Lateinamerika den Lateinamerikanern!

Nieder mit dem US-Imperialismus und all seinen Lakaien!

Redaktion der Roten Fahne, 3. Januar 2026

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