Wirtschaftskrise in der BRD: Auch im neuen Jahr keine positiven Aussichten fürs deutsche Finanzkapital

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Wirtschaftskrise in der BRD: Auch im neuen Jahr keine positiven Aussichten fürs deutsche Finanzkapital

Die Wirtschaft in der BRD hat zum Jahreswechsel zwar eine leichte Steigerung (deutlich weniger als 1 Prozent) der Produktion im November verkündet, jedoch brachen die Exporte so stark ein wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Auch die Energieerzeugung brach um 7,8 Prozent ein, und die Baubranche fuhr ihre Leistung um 0,8 Prozent zurück.

Insbesondere der Exportsektor bereitet den bürgerlichen Ökonomen in Deutschland zunehmend Sorgen. Die Ausfuhren schrumpften im November um 2,5 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit Mai 2024. Besonders der Handel mit den USA – wichtigster Abnehmer deutscher Waren – war mit einem Minus von 4,2 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro signifikant. Auch die Exporte in die anderen EU-Staaten fielen um 4,2 Prozent auf 73,1 Milliarden Euro. Entsprechend düster die Zukunftsaussichten: „Der Exportsektor scheint die beste Zeit hinter sich zu haben“, so Analysten.

Die zuletzt leicht gestiegene Industrieproduktion dürfte laut Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) 2025 allerdings insgesamt um rund ein Prozent sinken. Das wird der vierte Rückgang der Industrieproduktion in Folge sein. Das Niveau läge damit etwa 14 Prozent niedriger als noch im letzten Vorkrisenjahr 2018. Schuld sei dabei auch die schlechte Regierung unter dem Betrüger Friedrich Merz, so einige bürgerliche Ökonomen.

Weitere Hiobsbotschaften: 23 der 40 DAX-Konzerne schreiben in Deutschland seit mehr als einem Jahr Verluste. Neun dieser Unternehmen leiden bereits seit über vier Jahren unter dieser Schieflage. Betrüger und Bundeskanzler Friedrich Merz, wenn auch offenbar unfähig der Situation Herr zu werden, scheint zumindest einen Erkenntnisgewinn gehabt zu haben. In einem vierseitigen Schreiben an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD, schrieb Merz: „Die Lage der deutschen Wirtschaft ist in einigen Bereichen sehr kritisch.“ Der Kanzler schreibt weiter von gewaltigen Herausforderungen und in vielen Unternehmen würden „Arbeitsplätze verloren gehen“.

Die 100 umsatzstärksten deutschen Unternehmen erwirtschafteten nach Analysen bürgerlicher Ökonomen in den ersten neun Monaten 2025 zwar einen leicht höheren Gesamtumsatz, doch der Gewinn vor Steuern und Zinsen schrumpfte um 15 Prozent. „2025 war ein weiteres Krisenjahr für die deutsche Wirtschaft“, heißt es dazu.

Der Gesamtumsatz von Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz sank zwar nur um zwei Prozent, doch der Gewinn brach um fast 50 Prozent ein. Noch drastischer fiel der Gewinneinbruch bei den Chemiekonzernen des Finankapitals mit minus 71 Prozent aus.

Die Krise in der deutschen Chemieindustrie hat auch den größten Chemiestandort in Ostdeutschland in Leuna erreicht. Dem dortigen Chemiepark droht, nachdem mittlerweile drei Tochtergesellschaften der belgischen Domo Chemicals Insolvenzanträge gestellt haben, die Schließung wichtiger Anlagen auf dem 13 Quadratkilometer großen Industriegelände.

Insgesamt stehen fast 600 Arbeiter unmittelbar vor der Arbeitslosigkeit. Sollte die Produktion der deutschen Töchter von Domo dann ganz heruntergefahren werden, wären in Leuna auch Lieferanten wie der Industriegasespezialist Linde oder die Raffinerie von Total Energies sowie der Chemieparkbetreiber Infraleuna betroffen. Insgesamt arbeiten am größten Industriestandort in Sachsen-Anhalt rund 15.000 Beschäftigte in mehr als hundert Unternehmen.

Die ökonomische Krise hinterlässt deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Zwischen Januar und September 2025 schmissen die 100 größten deutschen Unternehmen 17.500 Arbeiter raus. Seit 2023 summiert sich das auf rund 100.000 Arbeiter. Eine Trendwende ist wird von bürgerlichen Ökonomen nicht erwartet – im Gegenteil: Laut einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft planen 22 von 46 befragten Wirtschaftsverbänden für 2026 weitere Rausschmisse, 15 prognostizieren stagnierende Beschäftigtenzahlen, nur 9 können einigermaßen positiv ins neue Jahr blicken. „Wer auf ein baldiges und umfassendes Ende der Wirtschaftskrise gehofft hat, wird auch 2026 enttäuscht“, erklärte entsprechend das IW.

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