Brasilien: Großgrundbesitz überfällt und foltert Bäuerin

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Brasilien: Großgrundbesitz überfällt und foltert Bäuerin

Am 27. Januar wurde laut A Nova Democracia eine Guarani-Kaiowá-Bäuerin, die Schwester einer Führerin im Kampf um die Rückgewinnung des indigenen Landes der Guyraroká, in der Stadt Caarapó schwer misshandelt. Es brachen bewaffnete und vermummte Männer in das Haus der Bäuerin ein, auf der Suche nach ihrer Schwester. Als sie feststellten, dass die Schwester nicht anwesend war, bedrohten und schüchterten sie die Bäuerin ein, damit diese den Aufenthaltsort preisgebe.

Die Bäuerin wurde gefesselt und geknebelt, und ihr wurde zeitweise ein Revolver in den Mund gesteckt. Die Schläger warfen auch ihre Tochter zu Boden. Trotzdem gab die Frau keinerlei Informationen preis.

Das Komitee zur Unterstützung des Kampfes indigener Völker (CALPI) hat diesen schweren Fall von Gewalt in einer Erklärung verurteilt. Der Vorfall wurde als Terror- und Einschüchterungsakt einstuft und betont, dass die Gewalt nicht nur das unmittelbare Opfer betrifft, sondern in der gesamten indigenen Gemeinschaft von Guyraroká Unsicherheit und Angst auslösen solle.

Das Komitee ruft alle Demokraten dazu auf, solche Verbrechen verstärkt anzuprangern und von den zuständigen Behörden unverzüglich Maßnahmen zu fordern, darunter die Untersuchung der Verbrechen, die Identifizierung und strafrechtliche Verfolgung der Täter sowie die Ergreifung wirksamer Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.

Nach den Fortschritten im Kampf um Land mit der Landrückgewinnung im Oktober 2025 und dem anschließenden Sieg der Guarani-Kaiowá gegen die Großgrundbesitzer der Ipuitã-Farm, verstärkte der Staat seine Repression.

Dank des tapferen Widerstands der Bauern der indigenen Bevölkerung wurden die staatlichen Truppen der Militärpolizei von Mato Grosso do Sul unter dem Kommando des Großgrundbesitzers und Gouverneurs Eduardo Riedel besiegt und zum Rückzug aus dem Gebiet gezwungen. Dies geschah nach seinem verzweifelten Versuch, mit schweren Waffen, darunter auch einem Hubschrauber, gegen die Bauern vorzugehen.

Der Staat war vorläufig gezwungen, die fortgesetzte Anwesenheit der Guarani-Kaiowá-Bauern auf dem zurückgewonnenen Land zu akzeptieren und auch der Forderung nachzukommen, den angeblichen Eigentürmern der Farm den Einsatz von Pestiziden als chemische Waffen zu untersagen, die aus Rache als Waffe gegen die Bauern eingesetzt werden sollten.

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