Die reaktionäre Boulevardpresse in Rondônia hat laut Berichten von Resistencia Camponesa und A Nova Democracia (AND) neue Angriffe gegen den Kampf der brasilianischen Bauern unter Führung der Liga der Armen Bauern (LCP) gestartet. Diese Anschuldigungen erfolgten kurz nach dem Mord an dem als „Flecha“ bekannten Bauernführer Adeildo Gonçalves Calheiro. Wir berichteten kürzlich über diesen Mord.
https://demvolkedienen.org/de/2026/01/brasilien-dringend-bauernfuehrer-adeildo-goncalves-calheiro-in-mato-grosso-ermordet-lcp-verurteilt-das-verbrechen/
„Expressão de Rondônia“ beispielsweise beschuldigt den Bauernführer Flecha, die angebliche „kriminelle Organisation Liga der armen Bauern“ anzuführen, die sie als „bekannt für ihren hohen Organisationsgrad und ihre Gewaltbereitschaft in Agrarkonflikten“ beschreibt. „Inforondônia“ hingegen behauptet, dass die LCP „für ihre bewaffneten Auseinandersetzungen in ländlichen Gebieten und ihren hohen Organisationsgrad bekannt ist“, und dass „Sicherheitskräfte bei früheren Aktionen bereits Gewehre und Maschinengewehre beschlagnahmt“ hätten.
Resistencia Camponesa und AND weisen beide darauf hin, dass dies nichts Neues sei und zur weit verbreiteten Kriminalisierung der LCP beitrage. Die reaktionäre Presse erwähnen jedoch nicht die Gruppen, die vom Gesetz als kriminell eingestuft werden, wie beispielsweise die paramilitärischen Gruppen, die im Juli 2020 in Rondônia im Zuge der bewaffneten Gewalt des Großgrundbesitzerverbandes zerschlagen wurden. Diese von den Großgrundbesitzern bezahlten Kriminellen verübten zahlreiche Angriffe auf Bauern, die sich zur Selbstverteidigung organisierten, welche die LCP als „heiliges Recht der Massen“ definiert.
Bezüglich der Anschuldigungen gegen Flecha betonte die Nationale Kommission der LCP, dass „Genosse Flecha kein Bandit ist und auch nie einer war“, sondern vielmehr „ein prominenter und beliebter Bauernführer, der sich bis zum letzten Blutstropfen für die Agrarrevolution eingesetzt hat“.





