Afrika

In der ehemaligen französischen Kolonie Tschad kam es am vergangenen Samstag, dem 14. April, zu Demonstrationen von hunderten von Menschen gegen Frankreich. Im Tschad war vor etwa einem Jahr der Machthaber Idriss Déby nach über 30 Jahren nach seiner Machtergreifung durch einen Putsch verstorben.

Seit dem Sommer 2021 kämpft das Volk der ehemaligen englischen Kolonie Eswatiti (ehemalig Swaziland) gegen ihren absoluten König Mswati III, der in Gold und Seide lebt, während das Volk hungert. Dabei ist das Land wirtschaftlich fast komplett abhängig von Südafrika. Das der Yankee-Imperialismus dort das sagen hat, zeigt, dass 40% des BIP von Eswatiti von der Coca Cola Companyabhängen.

Bei einem Treffen mit Vertretern der „Subsahara-Afrika-Initiative“ hat Merkel die deutsche Marschrichtung in Afrika bekräftigt: „Afrika verfügt über so viele Marktpotenziale, die es aber auch besser zu nutzen gilt.“

In den vergangenen Wochen haben ruandische und mosambikanische Soldaten die Provinz Cabo Delgado im nordöstlichen Mosambik von Aufständischen zurückerobert. Diese Militärroperation, die von den Herrschenden als Schlag gegen „Islamisten“ inszeniert wird, richtete sich in Wahrheit gegen die tiefsten und breitesten Massen.

In Südafrika rebellieren die Massen mit Plünderungen von Geschäften und Angriffe auf staatliche Institutionen auf ihre elenden Lebensbedingungen. Über 110 Menschen starben und 1200 wurden verhaftet. In der bürgerlichen Presse wird der Aufstand als Reaktion auf die Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma gedeutet.

Am 3. März diesen Jahres begannen in Senegal eine Menge Massenproteste. Die Menschen Senegals demonstrieren, weil sie die Nase voll haben vom Französischen Imperialismus.

Am 25.06.2021 wurden 12 Bundeswehr Soldaten durch eine Autobombe in Mali verletzt, drei von ihnen schwer. Die Krokodilstränen von Presse und Politik über die angebliche Gemeinheit dieses Angriffes werden direkt mit der Forderung verknüpft, die Bundeswehr endlich mit Killerdrohnen auszustatten, damit sie ihre Aufgaben richtig erfüllen könne. „Kernaufgabe“ der Bundeswehr sei hier „die Überwachung der Waffenruhe zwischen den malischen Konfliktpartei.

Demvolkedienen berichtete kürzlich über die Verstrickungen des französischen Imperialismus mit dem Völkermord in Ruanda. Die Grundlagen für die Aufhetzung der Völker in Ruanda wurden bereits in der belgischen Kolonialherrschaft gelegt.