An dieser Stelle berichten wir fortan über die aktuellsten Vorgänge im Camp Manoel Ribeiro in Rondônia, Brasilien, wo der alte brasilianische Staat seine Kriegsoperation gegen die armen und landlosen Bauern entfacht und die Bauern ihren Widerstand entfalten.

                                                                                                                                                                                                 

09.05.

 

Seit März befinden sich im Bundesstaat Rondonônie etwa 70% der Milchbauern im Streik. Sie fordern eine bessere Bezahlung für die Milch von den großen Milchmonopolen. Die Bauern der LCP unterstützen sie bei diesem kämpferischen Streik.

Rondnonia Milchstreik

 

Am 3. Mai errichteten Bauern und Unterstützer von verschiedenen Organisationen des Volkes Barrikaden auf einer Straße in Messias, Alagoas. Sie protestierten damit gegen die drohende Räumung des Camps von 1mehr als 15 Bauernfamilien in Messias, welche seit September 2020 angedroht wird.

Messias Straßenblockade

Zudem gab es eine Solidaritätsaktion der MEPR (Revolutionäre Volksbewegung) in Rio de Janeiro.

MEPR Riodejaneiro LCP

 

07.05.

Obwohl der Räumungsbefehl für die Hacienda Santa Elina vorläufig aufgehoben wurde, geht die Repression und der Terror der Reaktion gegen den gerechtfertigten Kampf der Bauern weiter. Seit dem 05. Mai befinden sich nach Berichten von "A Nova Democracia" wieder schwer bewaffnete Angehörige der Militärpolizei auf dem Gelände der Hacienda und versuchen die Bauern einzuschüchtern und zu bedrohen.

Auf Twitter wurden mehrere Videos (1, 2) verööfentlicht, die die Anwesenheit der Militärpolizei belegen.

 

07.05.


BolsonarokriminalisiertLCPaufPressekonferenz

Bei seiner Teilnahme bei einer Videokonferenz auf einer Viehmesse kriminalisierte Staatsoberhaupt Jair Bolsonaro die Liga der armen Bauern und die Bauernbewegung in Rondônia hart. Bolsonaro nutzt die bezeichnung als "Terroristen", die immer von der Regierung verwendet wird, um den Kampf der armen Bauern auf dem Land zu kriminalisieren und schließt sich der Stimme des Latifundiums des Bundesstaates Rondônia an um das Massaker an den Bauern durchzuführen.

HIER das Video von der Pressenkonferenz.

 

06.05.

Die Studiengruppe für das brasilianische Volk, eine demokratische Organisation, die laut der Beschreibung in ihren Portalen "versucht, die brasilianische Realität aus der dritten und höheren Stufe des Marxismus zu verstehen", ab am 5. Mai eine Solidaritätserklärung für die Liga der armen Bauern (LCP) aus, in der alle demokratischen Kräfte in Brasilien auffordert werden, sich solidarisch mit der LCP zu zeigen und sich gegen die Angriffe des alten Staates gegen die Bauernbewegung zu stellen.

05.05.

Das Anani Popular Solidarity Committee in Ananindeua hat anlässlich des Internationalen Arbeitertags am 1. Mai den Bauern des Camps Manoel Ribeiro ihre Solidarität bekundet.

Das Video beginnt mit den SätzenAlle Unterstützung für Manoel Ribeiro Camp!,Es lebe der Kampf um das Land!,Land für diejenigen ,die in ihr leben und arbeiten!.Dann begrüßen sie die Bauern für den heldenhaften Widerstand, der in der Gegend geleistet wird.

 

 05.05.

Vertreter der Volksfrauenbewegung (MFP), demokratischer Bewegungen und Aktivisten und Aktivistinnen der Region Alemão sowie Anwohner haben im Zuge der Feierlichkeiten zum 1. Mai eine Solidaritätsbotschaft an die Bauern des Camp Manoel Ribeiro und an die Liga der armen Bauern (LCP) von Rondônia gesendet.

 

04.05.

Die Bauern der LCP aus der Umgebung Renato Nathan in Alagos, Nordosten Brasiliens, haben ein Solidaritätsvideo veröffentlicht mit der Parole "Erobert das Land, zerstört den Großgrundbesitz.

 Renato Nathan Solidarity0504

 

 

 

 

03.05.

Unterschiedliche Volksbewegungen aus ganz Brasilien solidarisierten sich in einer gemeinsamen Erklärung unter der Parole - „Nieder mit dem Latifundium und der Repression!“ - mit den armen Bauern der LCP. Die Erklärung ist HIER zu finden.

Darüber hinaus erschien eine Erklärung dutzender demokratischer Organisationen und Bewegungen die zur Agrarfrage arbeiten und die Taten des alten brasilianischen Staates gegen die Bauern in Rondônia ablehnen und sich mit den Betroffenen solidarisierten. HIER findet ihr die Erklärung.

 

30.04.

In den vergangenen Tagen verschärfte der alte brasilianische Staat seine Politik des Terrors und Kriminalisierung der revolutionären Bauernbewegung.
Es wurden erneut an eine Bäuerin und Unterstützerin der Bewegung, die in der Nähe des Camps Manoel Ribeiro lebt, Drohnachrichten per Whatsapp versendet. Die Nachricht enthielt neben dem Bild einer Pistole auch die Drohung, dass die Tage und die Zeit gezählt wären und sie ins Visier genommen werden wird.

Dass es nicht nur bei Drohungen bleibt, zeigt die feige Ermordung des Ladenbesitzers Roberto Pereira da Silva Pandolfi, der in der Region Nova Mutum-Paraná, nördlich von Rondônia erschossen wurde.

Roberto Pereira da Silva Pandolfi

Roberto Pereira da Silva Pandolfi1

 

Wir legen den Lesern auch eine Erklärung der Genossen der LCP nahe, die eindringlich darlegt, wer in diesem Kampf die Terroristen sind.

 

26.04.

Nachdem der Räumungsentscheid des Camps Manoel Ribeiro zwar vom alten brasilianischen Staat ausgesetzt wurde, lassen die Repressionen gegen die Bauern des Camps nicht nach. Mehr noch, die tägliche Schikane weitet sich gegen die gesamte revolutionäre Bauernbewegung im Bundesstaat Rondônia aus. Die Genossen berichten von Schikanen gegenüber den Bauwrn, Aktivisten und Unterstützern der revolutionären Bauernbewegung. Gerade die Bedrohung durch Zivilpolizei, häufig in Begleitung bewaffneter Banden habe zugenommen und immer wieder werden Personen grundlos festgenommen, gedemütigt und geschlagen, um Informationen über angebliche Führer zu erhalten. Erst in den vergangenen Tagen hat die Polizei hierfür den Hauptsitz der LCP Rondônia und Westamazonien durchsucht und Informationen nach deren Anführern gesucht. Die Genossen der Nationalen Kommission der LCP und der LCP Rondônia und Westamazonien haben diesbezüglich eine Erklärung veröffentlicht, aus der wir hier einen kleinen Teil zitieren möchten (eigene Übersetzung):
„Wir werden entschlossen weitermachen, mit der Gewissheit, dass der bäuerliche Kampf das Neue ausdrückt, wir verteidigen eine gerechte Sache, wir kämpfen für die Interessen der Mehrheit, wir kämpfen für die grundlegendsten und heiligsten Rechte, ein Stück Land zu haben, um zu leben, zu arbeiten und den Lebensunterhalt unserer Familien in Würde zu bestreiten, was nur mit der Agrarrevolution erreicht werden wird, und außerdem kämpfen wir für Gerechtigkeit, für eine neue demokratische Macht und ein neues Brasilien ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für unsere Kinder und Enkelkinder.
Wir rufen alle wahren Demokraten und ehrlichen Menschen auf, den Kampf der Bauern des Lagers von Manoel Ribeiro, der anderen Bauerngebiete in Rondônia und der LCP - Liga der armen Bauern von Rondônia und Westamazonien zu unterstützen. Und wir rufen alle wahren Demokraten und ehrlichen Menschen auf, sich gegen die von der Regierung von Rondônia begangenen Illegalitäten zu erheben, gegen die Verfolgungen, Inhaftierungen und Ermordungen von Kämpfern, im Rahmen der aktuellen reaktionären Kampagne der Kriminalisierung des Kampfes um Land.
Es lebe der Widerstand der Bauern des Camps Manoel Ribeiro!“

Widerstand Manoel Ribeiro

Weiter führten Bauern im Camp Tiago dos Santos eine Feier zum Tag der Helden des brasilianischen Volkes durch. Der Tag, der jährlich am 9. April feierlich begangen wird, geht auf die Ermordung des großen Revolutionär und Bauernführer Renato Nathan Gonçalves Pereira zurück, der 2012 an diesem Tag von bewaffneten Banden der Großgrundbesitzer aus einem Hinterhalt feige ermordet wurde. Hier einige Eindrücke der Feier:

9April TiagodosSantos1

9April TiagodosSantos2

9April TiagodosSantos3

 

Weiter gab es in Rondônia einen Protest von indigenen Völkern und Organisationen, die neben einer Reihe von Online-Veranstaltungen auch eine Kundgebung vor dem Bundesgericht der Hauptstadt Rondônias statt. Der Protest, organisiert von einer Jugendgruppe der Volksgruppe Jupaú forderte Aufklärung im Fall der Ermordung von Ari Uru-Eu-Wau-Wau, der vergangenes Jahr tot und mit Verletzungen im Bezirk Jaru aufgefunden wurde. Ari war aktiv in der Verteidigung des Landes seines Volkes und kämpfte gegen illegale Rodungen.

Rondonia Protest Ari Uru Eu Wau Wau

 

Folgend möchten wir auf das neugegründete Komitee Neues Brasilien in Frankreich aufmerksam machen. Neben zahlreichen Informationen findet man auch ein Video der Genossen, das eine Aktion vor dem brasilianischen Honorarkonsulat in in Lyon zeigt:

 

Die Genossen von AGEB (Verband der werktätigen Migrantinnen in Europa) haben eine Solidaritätserklärung veröffentlicht, die ihr hier auf deutsch und englisch findet.
Außerdem wurde ein wichtiges Dokument der brasilianischen Vereinigung der Volksanwälte - Gabriel Pimenta - ABRAPO veröffentlicht. Das Dokument findet sich auf deutsch und englisch.

Eine Zusammenstellung von bisherigen internationalen Solidaritätsaktionen findet ihr hier.

 

 

25.04.

An dieser Stelle möchten auf wir mehrere Solidaritätserklärungen mit den Bauern von Manoel Ribeiro und der LCP hinweisen, welche von unterschiedlichen Organisationen aus Ecuador geschriebenwurden, darunter:

  • Die nationale Gewerkschaftsorganisation der Arbieter des Gesundheitssektors (Osuntramsa)
  • Das Komitee der armen Bauern von Ecuador (KPCh)
  • das Arbeiterkomitee der Northern Electric Company (EMELNORTE)
  • der Verband der Elektroarbeiter von Imbabura (Adolfo Guerra)

 

21.04.

Wir möchten an dieser Stelle auf ein sehr interessantes und sehr lesenswertes Interview eines Bauerns des Camps Manoel Rebeiro aufmerksam machen. In dem Interview erfährt der Leser viel wissenswertes und neues über den Alltag und Kampf der Bauern in Rondônia und speziell im Camp Manoel Rebeiro.

 

Desweiteren haben die Genossen ein Video veröffentlicht, in dem Jugendliche schildern, wie sie auf dem Weg zum Mittagessen von der Polizei misshandelt wurden.

 

Wir freuen uns sehr, dass die Erklärung der Roten Frauenkomitees - BRD nun auf portugiesisch, russisch, englisch, spanisch und deutsch veröffentlicht wurden.

Auch die Erklärung des Bündnis gegen imperialistische Aggression wurde bislang auf türkisch, englisch und deutsch veröffentlicht.

 

 

20.04.

 

Am 15. April wurde der Bauer Jerlei in der Gegend Tiago dos Santos im Auftrag von Landbesitzern ermordet. Die Genossen der LCP von Rondônia und Westamazonien haben dazu eine Erklärung zusammen mit der Bauernkommission des Gebietes Tiago dos Santos, aus der der Bauer stammt, veröffentlicht.

Jerlei LCP ManoelRebeiro

 

Die Polizei führt trotz der Aussetzung des Räumungsbescheides des Camps Manoel Rebeiro weiter Repression gegen die Bauern im Camp sowie in der Umgebung durch. Jetzt wurden die Wohnungen von Lehrern der Kinder des Camps illegal von der Polizei durchsucht. Dabei wurden auch Drohbotschaften hinterließen, die u.A. sagen: „Ich war hier, im Zweifel gehen sie zur Polizei“ (eigene Übersetzung).

ManoelRebeiro Durchsuchung LCP2

Es waren wohl dieselben Polizisten, die in der Umgebung viel unterwegs sind und auch häufig versuchen die Bauern nach Informationen auszuquetschen über Anwohner und Unterstützer des Camps. Dabei suchen sie gezielt mit Fotos nach bestimmten Personen und spionieren die Gegend aus, um nachts illegal in Häuser einzudringen und Personen zu verhaften. Teilweise führt die Polizei auch bei Bauern und anderen Personen in der Umgebung Drohanrufe durch, wie dieses Foto zeigt:

ManoelRebeiro Durchsung3 Polizeianrufe

 

Bauern in Corumbiara haben gegen die willkürlichen Straßensperrungen und die illegale Belagerung des Camps Manoel Rebeiro protestiert. Auf dem Foto sieht man ein Schild mit der Aufschrift "Es lebe das Volksgericht! Es lebe das Camp Manoel Rebeiro! Es lebe die LCP!".

Straßensperrung Proteste ManoelRebeiro

 

In Corumbiara und Chupinguaia gab es eine Reihe von illegalen Verhaftungen, die im Zeichen der Kriminalisierungskampagne gegen die revolutionäre Bauernbewegung steht. Die verhafteten Personen wurden an einen über 130 km weit entfernten Ort gebracht und dort verhört, wobei die Polizei hoffte über die Existenz von Bauernführern und Waffen in dem Lager Informationen zu erhalten. Auch gab es körperliche Angriffe gegen Bewohner des Camps durch die Polizei.

Verhaftungen ManoelRebeiro

 

17.04.

Am 12. April wurde der Räumungsbescheid für das Camp Manoel Rebeiro bis auf weiteres ausgesetzt, was jedoch nichts an der Belagerung des Camps durch die Polizei ändert. Hier findet ihr einen Beitrag der LCP.

 

FamilienRondoniaKinderDezember2020

Im Dezember 2020 verteidigten Familien das Camp Manoel Rebeiro gegen die Großgrundbesitzer.

 

 

15.04.

Bauern aus dem Norden von Minas und dem Süden von Bahia haben eine Solidaritätserklärung veröffentlicht sowie ein Video, welches ihr hier findet. In ihrer Erklärung schreiben die Bauern: "Alle Angriffe und Verbrechen, die gegen Bauern in Rondonia und in ganz Brasilien begangen werden, werden den gerechten Kampf um Land nicht aufhalten. Wir grüßen die Bauern, die Widerstand leisten, um das heilige Recht auf ein Stück Land zu verteidigen, um zu arbeiten und in Würde zu leben! Wir grüßen und bekunden unsere Solidarität mit dem Lager Manoel Ribeiro und mit der Liga der armen Bauern von Rondonia und Westamazonien."

 

LCPSupportMina

 

14.04.

Immer mehr Genossen auf der ganzen Welt veröffentlichen Berichte und Solidaritätserklärungen und führen kraftvolle Aktionen durch in Solidarität mit der revolutionären Bauernbewegung in Brasilien. Wir möchten hier auf einen Bericht der bolivianischen Genossen und die vielen Aktionen der us-amerikanischen Genossen aufmerksam machen.

13.04.

Genossen in Ecuador haben eine Solidaritätserklärung mit den heldenhaften kämpfenden Bauern der LCP in Brasilien veröffentlicht. Mit engster Verbundeheit und tiefen Klassenhass wollen wir hier darauf aufmerksam machen:(inoffizielle Übersetzung)

Das KOMITEE DER ARMEN BAUERN VON ECUADOR ist solidarisch mit den Bauern des Lagers Manoel Ribeiro, in der Gemeinde Chupinguaia, Rondonia, die einer großen militärischen Belagerung durch den alten Staat Brasilien in Absprache mit Söldnern im Dienste der Latifundien ausgesetzt sind.

NEIN ZUM MASSAKER AN ARMEN BAUERN IN BRASILIEN!

ES LEBE DER KAMPF UM LAND!

ES LEBE DIE LIGA DER ARMEN BAUERN VON BRASILIEN!

DIE ERDE DENEN, DIE SIE BEARBEITEN!

Rede eines Genossen:

Wir sind heute hier versammelt, um unsere tiefste internationalistische Solidarität mit der Liga der armen Bauern Brasiliens auszudrücken.

Die armen Bauern Brasiliens wissen wie wir, was es heißt, um das Land zu kämpfen, es zu haben, es zu bearbeiten, auch unter sehr schwierigen und komplizierten Bedingungen, der Ausbeutung der Großgrundbesitzer, des Staates, all derer, die das Land immer verwaltet haben, ausgesetzt zu sein.

Nicht alle der armen Bauern, die hier sind, haben Land, und sie Land haben, ist es nicht unbedingt von guter Qualität. Land, das erschöpft ist, ohne Bewässerung, oder an die Bank verpfändet oder ohne die notwendigen wirtschaftlichen Ressourcen, um es zu bearbeiten. Andere müssen zu einem Landbesitzer gehen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen; wieder andere pachten Land, um etwas zum Arbeiten zu haben. Mit anderen Worten: Wir werden auf die eine oder andere Weise ausgebeutet.

An anderen Orten mussten sich die bäuerlichen Genossen, um ein Stück Land zu bekommen, im Komitee der armen Bauern organisieren und kämpfen und nur auf diese Weise ein Stück Land erobern, das ihr Leben und das ihrer Familien verändern wird. Der Kampf trägt Früchte, diese Bauernkämpfer haben bereits ihr Land und bauen ihre ersten Häuser. Wie stolz wir auf diesen Kampf sind, Compañeros!

In Brasilien war es nicht anders, die landlosen Bauern mussten sich Land vom Staat oder von den Großgrundbesitzern nehmen, um einen Platz zu haben, um ein Haus zu pflanzen und um ein Land zu haben, wo sie säen und ihre Produkte anbauen können. Aber es war nicht einfach, es war nie einfach für die armen Massen, ihre Rechte zu erobern, sie mussten sich den Großgrundbesitzern entgegenstellen, die bewaffnet und mit Unterstützung der Armee und der Polizei ihres Landes die Bauern buchstäblich massakriert haben, um weiterhin große Landstriche zu besitzen und auch das wenige Land, das die armen Bauern haben, wegzunehmen.

1995 nahmen sich auf der Farm Santa Elina in der Gemeinde Corumbiara im Bundesstaat Rondônia ein halbes Tausend Bauern ein Stück dieser Farm, die eine Größe von 20.000 Hektar hatte.

Die Landbesitzer organisierten sich mit der Unterstützung eines Hauptmanns der Militärpolizei namens José Helio Cysneros Pacha, bekannt als El Carnicero, der die armen Bauern massakrierte und dabei Dutzende von Kindern, jungen Männern und Frauen tötete.

Heute hat die Liga der armen Bauern Brasiliens, eine Organisation, die dem Komitee der armen Bauern Ecuadors, das Sie kennen, ähnlich ist, wieder einmal auf diesen Ländereien der Hazienda Santa Elina Stellung bezogen, und wieder einmal haben der alte bürokratische Gutsherrenstaat und genau derselbe Schlächter, heute im Rang eines Obersts, versucht, die Bauern gewaltsam zu vertreiben, und wir befürchten, dass sie wieder einmal zu Mord, zu Massakern greifen werden, um das Gesetz der Gutsherren durchzusetzen.

Von hier aus, Compañeros, aus diesem Land, das von tapferen Bauern bewohnt wird, die sich ebenfalls im Kampf für die Eroberung und Verteidigung des Landes verbünden, grüßen wir und unterstützen den Kampf, den ihr in Santa Elina führt, wir schätzen und sind bereit, eurem Beispiel zu folgen, indem wir unser Leben geben und das notwendige Kontingent an Blut einsetzen, um das zu erobern, was uns schon immer gehört hat: das Land.

Die armen Bauern Ecuadors haben die gleichen Feinde, die die armen Bauern Brasiliens haben, den alten Staat, der den Repressionsapparat benutzt, um uns zu massakrieren, den Imperialismus, der mit den großen Bergbauunternehmen, Holzfirmen oder für Monokulturen eindringt; die Großbourgeoisie, die Großgrundbesitzer, aber auch die gleichen Schufte, die Verräter, die sich an unsere Henker verkaufen, die Schufte.

Von hier aus, Genossen, sagen wir den armen Bauern in der Hazienda Santa Elina, WIR MÜSSEN WIDERSTAND leisten UND KÄMPFEN, dass wir nur mit Kampf das Land erobern werden.

Von hier aus, aus diesem Land der Bauern, die auch lernen, für das Land und ihre Interessen zu kämpfen, sagen wir der Liga der armen Bauern Brasiliens: Hier sind eure Kampfgenossen und wir unterstützen euren unermüdlichen, entschlossenen und gerechten Kampf für das Land.

ES LEBE DER KAMPF UND DER WIDERSTAND DER ARMEN BAUERN IN CORUMBIARA!

ES LEBE DIE LIGA DER ARMEN BAUERN VON BRASILIEN!

ES LEBE DIE NEUE DEMOKRATISCHE REVOLUTION!

KÄMPFEN UND WIDERSTAND LEISTEN!

WEDER VERGEBUNG NOCH VERGESSEN FÜR DIE HENKER DES VOLKES!

REBELLION IST GERECHTFERTIGT!

ES LEBE DER BAUERNKAMPF!

 

12.04.

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Videos mit Aufnahmen aus dem Camp veröffentlicht, die den Widerstand, den die Bauern leisten dokumentieren:

Außerdem wurde von Resistência Camponesa ein Interview mit Bauern, die die Situation schildern, veröffentlicht. Sie erklären: "Wir werden hier nicht weggehen!" Dass die Reaktion Kinder durch den Einsatz von chemischen Waffen wie Tränengas vergiftet, Schüsse in Richtung unbewaffneter Familien ablässt, die Covid-19-Impfungen und den Schulbetrieb aussetzen lässt und zahlreiche weitere Verbrechen begeht, hat den Zusammenhalt der Familien des Camps Manoel Ribeiro gestärkt.