Kategorie: Lateinamerika

( LCP )

 

Unter dem Deckmantel der Brandbekämpfung hatte der alte brasilianische Staat die Armee nach Rondônia entsendet, es folgte weißer Terror.

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Im April 2015 feierte die von der LCP unterstützte Gemeinde Olaria Barra do Mirador den 15. Jahrestag ihres Bestehens und wurde damit in diesem Jahr 19 Jahre alt. In all den Jahren war die Gemeine ein Zentrum des Widerstands und ein Signalfeuer für die brasilianische Bauernschaft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, sich das Land zu nehmen und Bedingungen zu schaffen, für die es sich zu arbeiten und zu leben lohnt. Vor zwei Tagen verübten mehr als hundert Militärpolizisten einen Angriff gegen die Häuser und Habseligkeiten der Bauern dieser Gemeinde, um die Grundlage ihres Lebensunterhalts zu zerstören und sie zu vertreiben. Im Folgenden dokumentieren wir einen Artikel von Incendiary über diese jüngsten Entwicklungen:

BRASILIEN: Latifundios und Militärpolizei stehlen Land, Bauern schlagen zurück

Die letzten Wochen haben sowohl die verbrecherischen Aktionen des Latifundios und der Polizei, als auch den heldenhaften Kampf der Bauern auf dem Land in Brasilien gezeigt. Die Regierung von Bolsonaro hat eine neue Welle der Land-Wiedereingliederungen gegen jene Bauern eingeleitet, die darum gekämpft haben, Brachland, das früher großen Unternehmen und missbräuchlichen Grundbesitzern gehörte, als Teil der Agrarrevolution des Landes in produktive Bauernhöfe und Gemeinden umzuwandeln.

Es lebe die Agrarrevolution! Tod den Latifundios! Das Land dem Pflüger!

Am 9. Juli endete eine große Operation im Norden von Minas Gerais, in der Gemeinde Miravânia, an der mehr als einhundert Militärpolizisten beteiligt waren, mit der Beschlagnahmung des Landes und der Zerstörung der Häuser der Familien in der Gemeinde Olaria Barra do Mirador. Finanziert und geplant von Walter Arantes schüchterte bewaffnete Militärpolizei die Bauern ein, damit diese Verträge unterschreiben, die den Diebstahl ihres Landes legalisieren.

Arantes, in der Region als „Waltinho“ bekannt, ist ein notorischer Grileiro, ein Grundbesitzer, der Dokumente fälscht, um das Land armer Bauern zu stehlen. Er wurde kürzlich wegen Geldwäsche inhaftiert und hat zahlreiche Prozesse gegen sich laufen gehabt, die von Umweltzerstörung bis zu unlauterer Bereicherung reichen. Der Plan zur Wiedereingliederung wurde im Geheimen durchgeführt und die Familien erhielten praktisch keine Warnung vor dem Einmarsch der Polizei, um jeden Widerstand der Bauern zu verhindern.
 
Die Familien der Gemeinde Olaria Barra do Mirador, unterstützt von der Liga der armen Bauern (LCP) des nördlichen Minas und südlichen Bahir, hatten zuvor 19 ungenutzte Gebiete besetzt. Das Verteidigungskomitee der Familien von Olaria Barra do Mirador erklärte: „Wenn jemand vorhat, ein solches Verbrechen gegen Familien zu begehen, wird er das Rampenlicht provozieren und keinen Frieden in seinem Leben haben! Wir sind in diesem Kampf nicht allein! “
 
Der Ausschuss hat auch klargestellt, dass er keine andere gerichtliche Entscheidung anerkennen wird als eine sofortige Aussetzung der Wiedereingliederung und der Legalisierung der Bauerngebiete in der Region.
 
Unterstützer der Gemeinde Olaria Barra do Mirador führten als Reaktion auf den illegitimen Landraub mit brennenden Brettern und Transparenten eine Sperrung der Straße durch, die die Gemeinden Januaria und Miravânia verbindet, in der sie den berüchtigten Grileiro „Waltinho“ Arantes und die Militärpolizei anprangerten.


Raus mit Waltinho und der Militärpolizei, Barra do Mirador ist unseres!

Am 2. Juli kämpften im Distrikt Barrolândia im Süden Bahias Bauern, die zuvor im Auftrag des multinationalen Konzerns Veracel Celulose von ihrem Land vertrieben worden waren, gegen die bewaffnete „private Sicherheitsfirma“ GPS. Die bewaffneten Paramilitärs, bekannt für wiederholte Aggressionen und Einschüchterungen gegen die Bauernfamilien, die das Gebiet besetzten, versuchten, Familien aus dem Gebiet zu vertreiben die entlang der Straße raus aus der Region kampierten, wurden jedoch mit Stöckern, Macheten und Sicheln begrüßt. Die Auseinandersetzung endete damit, dass GPS das Gebiet mit einem verletzten „Sicherheits“man verließ und sechs ihrer Autos angezündet wurden.

Am 25. Juni blockierten Dutzende Arbeiter die Autobahn in die Stadt Pau d'Arco in Pará, um gegen die neue Gefahr der Wiedereingliederung für das Camp Jane Júlia zu protestieren. Die Ansiedlung hat den Betrieb wiederaufgenommen, auf dem gleichen Land wie die Gemeinde Fazenda Santa Lucia, die bereits zuvor, im Jahr 2017, von der Polizei überfallen wurde, was in der Folter und Massakrierung von zehn Bauern endete.
 
Aufgrund der starken Mobilisierung von Bauern, die von der LCP von Southern Pará und Tocantins unterstützt wurden, war das Nationale Institut für Kolonialisierung und Agrarreform (INCRA) gezwungen, das Landrecht Monate nach dem Massaker zugunsten der Bauern anzuerkennen. Obwohl der Staat seinen Anspruch auf das Land anerkannt hat, droht die Gefahr der Wiedereingliederung immer noch am Horizont, während viele der Polizisten die an dem Massaker beteiligt waren auch zwei Jahre danach immer noch Frei sind.


Arbeiter blockieren die Autobahn vor Pau D’Arco (PA) als Reaktion auf die neue Gefahr durch die Wiedereingliederung von Land.

Im ganzen Land kämpfen die Bauern in der Agrarrevolution im Rahmen des Kampfes für die Neue Demokratie gegen den Halbfeudalismus und den reaktionären Staat. Sie sind wiederholten Angriffen auf ihre Häuser und Gemeinden ausgesetzt, bleiben aber in ihrem Kampf um Land und gegen Ausbeutung standhaft.

Seit 15 Jahren kämpfen die Bauern in dem Revolutionären Gebiet Renato Nathan für Elektrizität, und nun haben sie dieses Ziel endlich erreicht. Der Kampf um Elektrizität ist Teil der Agrarrevolution in der Region, welche es den bäuerlichen Familien ermöglicht die Produktion zu steigern, wodurch sich ihr Lebensstandard verbessert. Zudem ermöglicht dies andere Bauern bei der Eroberung des Lands besser materielle zu unterstützen.

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Hunderte Demonstranten versammelten sich am Sonntag, den 24. Februar, vor dem Vale Minas Gerais Memorial, in der Praça da Liberdade [Freiheitsplatz], in Belo Horizonte, einen Monat nach dem Verbrechen von Vale in Brumadinho, das am 25. Januar 2019 stattfand.

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Wir dokumentieren eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung der LCP und MFP über das Leben und die Beerdigung der Genossin Ludmila.

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Wir dokumentieren Bilder von einer Aktion in Hamburg zu Ehren der kürzlich verstorbenen Genossin Ludmila aus Brasilien, die uns zugeschickt wurden.

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Wir dokumentieren eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung von der Liga der armen Bauern (LCP) in der sie den Tod der Genossin Ludmilla bekannt geben, die aufgrund von fehlender ärztlicher Behandlung an ihrer Krankheit verstarb. Sie war die Witwe von Genosse Renato, der bereits 2012 von den Söldnern der Großgrundbesitzer und des alten brasilianischen Staates ermordet worden war. Die Tochter der beiden ist nun Waise, verschuldet durch den alten brasilianischen Staat.

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Wir dokumentieren hier ein Video der Zeitung A Nova Democracia, von der Landbesetzung der Liga der armen Bauern (LCP), das auch einige Bilder des Widerstands der Bauern gegen die Repression durch den alten brasilianischen Staat zeigt.

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Nach der erfolgreichen Landbesetzung auf der Farm Várzea Grande in der Gemeinde Rio Largo, Bundesstaat Alagoas, unter der roten Fahne der Liga der armen Bauern (LCP) am 27. August hat der Kampf um den Boden dort nicht an Schärfe verloren. So hat unter anderem der Großgrundbesitz damit begonnen private Sicherheitskräfte zu engagieren, die damit begonnen haben die Bauern zu bedrohen und anzugreifen, was auf starken Widerstand stößt. Doch der Reihe nach.

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Am 27. August führten Bauern unter dem Banner der Liga der armen Bauern (LCP) in der Gemeinde Rio Largo, Bundesstaat Alagoas, eine Landbesetzung durch. Ein großes Banner mit der Parole „Gegen die Krise, nehmt alles Land des Großgrundbesitzes!“ forderte die Bauern zum Kampf und spiegelte das Bewusstsein wider, mit dem sie die Aktion durchführten. Der Enthusiasmus war offensichtlich und fand auch Ausdruck in der Rede eines Bauern, der erklärte: „Es ist für das Volk notwendig zu kämpfen, um aus dieser Situation heraus zu kommen“.

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