Die Organisation Oxfam eruiert jährlich Fakten zur Vermögensverteilung in der Welt. Man muss beachten, dass die dargestellten Zahlen und ihre Zusammenhänge dem Charakter dieser bürgerlichen Organisation entsprechen. In dem unlängst vorgestellten Bericht wird dargestellt, dass Milliardäre so viel wie niemalszuvor besitzen undihr Vermögen im letzten Jahr um weitere rund 2,1 Billionen Eurogewachsen ist – das istfast so viel wie das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung.
Insgesamt bemisst sich das Vermögen dieser Menschenauf ganze 15,6 Billionen Euro, so viel wie noch niemals zuvor. Seit 2020 ist das Vermögen von Milliardären inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent gestiegen. Pro Sekunde scheffeln diese Leute fast 70.000 Euro. Allein die zwölf reichsten Milliardäre der Welt besitzen mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Menschheit.
Während die Ungleichheit in vielen Regionen wächstund eine privilegierte Minderheit immer reicher wird, sind Milliarden von Menschen mit Armut und Hunger konfrontiert:
Fast die Hälfte der Weltbevölkerung oder 3,77 Milliarden Menschen leben in Armut, also von weniger als 7 Europro Tag. Frauen sind weltweit überproportional stark von Armut betroffen, weil sie häufig in unsicheren, schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, einen Großteil der unbezahlten Reproduktionsarbeit leisten und eine geringere soziale Absicherung haben.
Rund 2,3 Milliarden Menschen sind von moderater oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen – das ist fast jeder vierte Mensch. Diese Zahl stieg zwischen 2015 und 2024 um 42,6 Prozent. Dazu gehören auch 92 Millionen Menschen in Europa und Nordamerika. Weltweit können sich insgesamt 2,6 Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten. Die Kosten für eine gesunde Mahlzeit sind zwischen 2020 und 2024 um fast ein Drittel gestiegen.
Die finanzielle Kluft zwischen einer privilegierten Minderheit und dem Rest der Menschheitgeht auch mit politischer Ungleichheit einher, so Oxfam. Ungleichheit trägt maßgeblich zur Destabilisierung von „Demokratien“ bei, so die Organisation weiter. Ungleichheit untergräbt das Vertrauen in demokratische Institutionen, schürt die politische Polarisierung und verringert die politische Beteiligung armer Menschen, so würden dieSuperreichen die Demokratie gefährden, warnt Oxfam.





