688 Mal widersetzten sich Personen gegen Polizeibeamte oder griffen sie tätlich an, 1447 Einsatzkräfte wurden dabei „geschädigt“, so die Polizei Düsseldorf nach eigenen Angaben – das sind 79 Prozent mehr als noch 2021. 273 Polizisten wurden 2025 bei Einsätzen leicht verletzt, einer schwer, er hatte eine gebrochene Hand.
Die Polizeiführung sieht eine deutliche Zunahme an Aggressionen im Alltag. Polizisten werden getreten, geschlagen oder angespuckt. Viele Beamte müssen psychologisch betreut werden.
„… viele akzeptieren polizeiliche Maßnahmen nicht und leider kommt es immer wieder zu körperlichen Auseinandersetzungen.“ Thorsten Fleiß, Leiter Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz, bei der Vorstellung der Zahlen
Nach rückläufigen Zahlen in den Vorjahren rechnet die Polizei Düsseldorf 2026 mit rund 1.400 Demonstrationen in der Stadt – über 40 Prozent mehr als 2025. Entsprechend mehr Gewalt gegen Polizisten ist absehbar.
Doch das passiert nicht im luftleeren Raum. Warum sich am Rhein immer mehr Menschen gegen polizeiliche Maßnahmen auflehnen, zeigt ein Vorfall vom Wochenende, in Köln, nicht in Düsseldorf.
Das emotionale 3:3 zwischen dem FC und Gladbach war eines der spannenderen Spiele im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Insbesondere ein Vorfall am S-Bahnhof Merzenich sorgte jedoch für schlechte Stimmung im Nachgang.
Dort griff die Polizei Fans wegen einer angeblichen Beleidigung gegenüber einer Polizistin an. Laut Fanhilfe sei das bestenfalls als Missverständnis zu werten, wenn nicht gar als Lüge.
Dann begann ein chaotisches Gedränge auf der Bahnhofstreppe. Die Fanhilfe Mönchengladbach erklärte dazu: „Die dadurch eskalierende Situation hatte massive Polizeigewalt zur Folge. Knüppelschläge auf Kopfhöhe, Pfefferspray im überfüllten Tunnel und Knie auf am Boden liegende Köpfe sorgten für mehrere teils schwer verletzte Fans.“





