Wann platzt die „Tech-Blase“?

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Wann platzt die „Tech-Blase“?

Vor über einem halben Jahr, Ende Oktober 2025, bereits schrieb das Handelsblatt: „Wer alt genug ist, um sich an das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 zu erinnern, der findet derzeit viele Parallelen. Wieder gibt es eine neue Technologie, die angeblich alles ändert. Damals war es das World Wide Web, heute ist es die Künstliche Intelligenz. Leben wir also momentan in einer Kursblase der Tech-Aktien wie vor 25 Jahren? Und steht diese Blase kurz vor dem Platzen – oder kann sie sich noch jahrelang weiter aufblähen?“

Auch thematisierte der Internationale Kommunistische Bund diese Frage in seiner Erklärung zum 1. Mai 2026:

Auch auf DemVolkeDienen haben wir darüber berichtet:

Ende Juni dann kam es zu einem Einbruch von rund acht Prozent beim US-Chip-Index und einem deutlichen Nasdaq-Minus, was zu größerer Volatilität an den globalen Aktienmärkten führte. Auch der südkoreanische KOSPI brach ein, um ganze zehn Prozent. Beispielhaft ist dabei der Speicherchiphersteller Micron Technology, dessen Aktie im vergangenen Jahr um rund 200 Prozent anstieg und an nur einem Tag um rund 13 Prozent fiel.

Ein weiterer weltweiter Ausverkauf bei Chip-Aktien ließ am vergangenen Donnerstag die Börsen abrauschen. Der Chip-Hersteller-Index Philadelphia Semiconductor sackte um fast fünf Prozent ab. Selbst starke Geschäftszahlen der Produzenten konnten das nicht verhindern. Der weltgrößte Produzent TSMC beispielsweise steigerte seinen Quartalsgewinn um satte 77 Prozent. Trotzdem verlor die in den USA gehandelte Aktie knapp zweieinhalb Prozent. Die Festplatten-Hersteller Sandisk, Western Digital und Seagate verloren über 9 Prozent, die Chiphersteller Intel und Micron sanken um 6 Prozent.

Bereits am Dienstag brach der Aktienkurs von IBM um mehr als 20 Prozent ein. Nicht einmal beim Börsen-Crash des Black Monday 1987 war der Kurssturz des Unternehmens so hoch.

Am Freitag gerieten auch die asiatischen Börsen kräftig unter Druck. Der japanische Nikkei verlor zeitweise vier Prozent. Besonders hart traf es dort Halbleiterwerte: Kioxia brach um über 16 Prozent ein, Taiyo Yuden verlor 15,5 Prozent. Auch die chinesischen Börsen waren betroffen. Der CSI-300-Index sank rund um 2,5 Prozent.

Die Financial Times schreibt von „etwas, was den Anschein einer immer schneller rollenden Verkaufslawine im KI- und Chipsektor zu machen scheint. Auch vermeintlich gute Nachrichten aus der Berichtssaison werden ignoriert und haben sich nicht als kurzfristiger Rettungsanker für die sich immer weiter eintrübende Stimmung erweisen können.“

Offensichtlich ist, was selbst bürgerliche Ökonomen zugeben müssen, es gibt eine Blase und diese Blase wird „platzen“, inklusive einer massiven Vernichtung von Produktivkräften und massiven Auswirkungen auf alle anderen Sektoren der Weltwirtschaft, denn im Unterschied zur DotCom-Blase ist diese kommende Krise keine Spekulationskrise, sondern hat ihre Ursache in der sehr realen Produktion. Die Frage ist nur: Wann platzt die „Tech-Blase“?

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