Wir teilen eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung der antiimperialistischen Liga.
Antiimperialisten aller Länder, vereinigt euch!
Am vergangenen Mittwoch, dem 24. Juni, trafen zwei starke Erdbeben Venezuela, vor allem betroffen waren Caracas und La Guaira, eine Küstenstadt, die 40 km von Caracas entfernt liegt. Hunderte Gebäude stürzten ein oder erlitten schwere Schäden, und mehrere Regionen waren ohne Strom – in einer Lage, die an eine Kriegssituation erinnert. Bisher gibt es laut offiziellen Angaben mehr als 1.700 Tote, 5.000 Verletzte und 36.000 Vermisste; außerdem sind mehr als 70.000 betroffene Familien zu verzeichnen. Internationale humanitäre Hilfsorganisationen schätzen, dass etwa 50.000 Menschen vermisst werden. Unter den Toten sind zwei revolutionäre Aktivisten aus dem Venezolanischen Maoistischen Kollektiv, einer Organisation, die dafür eintritt und kämpft, die Kommunistische Partei Venezuelas zu rekonstituieren. Die Aktivisten wurden auf der digitalen Plattform des Kollektivs als „Genosse A.“ und „Genosse H.“ identifiziert und von der Organisation als „unermüdliche Diener des Volkes“ beschrieben, die sich „denen anschließen, die im Kampf für die Revolution gefallen sind“.
Wir bei der AIL (Antiimperialistische Liga) bekunden unsere Solidarität mit dem venezolanischen Volk und der Nation angesichts der Todesopfer, der Verletzten, der Vermissten, der betroffenen Familien und der gesamten derzeitigen Lage. In der Überzeugung, dass nationale und internationale Solidarität eine Verantwortung ist, die wir alle in dieser Zeit teilen, haben wir gesehen, dass die Unterstützungsbemühungen für die Venezolaner von humanitären Organisationen wie dem Roten Kreuz über Künstler wie den venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel bis hin zu Sportlern und auch Regierungen und Organisationen in ganz Lateinamerika und Asien reichen, die Venezuela Hilfe zukommen lassen.
Wir möchten das Venezolanische Maoistische Kollektiv besonders hervorheben: Unmittelbar nach der Tragödie rief es alle seine Mitglieder dazu auf, der gesamten Bevölkerung, die vom Erdbeben betroffen ist, Hilfe und Trost zu spenden. Außerdem veröffentlichten sie einen nationalen und internationalen Aufruf zu Einheit und gegenseitiger Hilfe und schufen Solidaritätsnetzwerke für die Betroffenen. Für das Kollektiv gehört die Reaktion auf die Folgen des Erdbebens zur basisnahen Arbeit von Revolutionären. Das Kollektiv erklärte: „In Zeiten der Krise ist die einzige wirksame Antwort Organisation und selbstlose, auf Solidarität beruhende Unterstützung unter uns selbst“, und dass unsere Stärke in der Solidarität liege.
Die Antiimperialistische Liga (AIL) unterstützt den von dem Venezolanischen Maoistischen Kollektiv erhobenen Aufruf und ruft alle fortschrittlichen, revolutionären, demokratischen und antiimperialistischen Kräfte dazu auf, im Geist des Internationalismus zu handeln und die Solidarität zu stärken. Für weitere Informationen zu dem Aufruf besuchen Sie die digitalen Medienplattformen des Kollektivs.
Erdbeben und Tsunamis sind natürliche Phänomene, die wir nicht kontrollieren können; jedoch ist das Ausmaß der Zerstörung und der Verlust von Menschenleben kein natürlicher Umstand, sondern eine Folge des ausbeuterischen Systems der herrschenden Klassen und des Imperialismus. Dieses strebt, angetrieben von Gier, einzig und allein danach, seine Profite zu maximieren. Mit den Technologien und dem Wissen, die die Menschheit entwickelt hat, bestehen die Voraussetzungen, um die Auswirkungen und Folgen natürlicher Katastrophen zu mindern. Schauen wir uns die Mechanismen an, die in Japan umgesetzt wurden: sei es im Bauwesen, in der Stadtplanung oder in Frühwarnsystemen, die eine Reaktion auf Naturkatastrophen ermöglichen. All das wird nicht vergesellschaftet, denn unter diesem Ausbeutungssystem sind Bau- und Entwicklungspolitiken darauf ausgerichtet, Profite zu steigern. Der einzige Weg, die Menschen und alle Lebewesen besser zu schützen und zu bewahren, ist die revolutionäre Linie, die auf die Abschaffung des Ausbeutungssystems durch eine Revolution abzielt, die den Imperialismus besiegt. Nur durch die weitere Entwicklung revolutionärer Kämpfe und Volkskriege wird es möglich sein, ein gerechtes System aufzubauen, das eine Welt des Friedens schafft – mit weniger Leid für die gesamte Menschheit.
Wir, die Antiimperialistische Liga (AIL), teilen den Schmerz der venezolanischen Bevölkerung über den Verlust ihrer geliebten Menschen.
Die Antiimperialistische Liga (AIL) steht an der Seite der unterdrückten Menschen Venezuelas, die Opfer des Erdbebens wurden: Wir sprechen unser Beileid allen aus, die geliebte Angehörige verloren haben, den Kranken und denen, die ihr Heim verloren haben.
Ewiger Ruhm und Ehre für „Genosse A.“ und „Genosse H.“, Genossen des Venezolanischen Maoistischen Kollektivs, die infolge des Erdbebens gestorben sind.
Die Antiimperialistische Liga (AIL) ruft alle fortschrittlichen, revolutionären, demokratischen und antiimperialistischen Kräfte dazu auf, auf den Aufruf des Venezolanischen Maoistischen Kollektivs zu antworten und dem nationalen und internationalen Aufruf zu Einheit und gegenseitiger Hilfe beizutreten.
Die Antiimperialistische Liga (AIL) ruft zur Stärkung der Solidarität und des Kampfes der Unterdrückten auf!
30. Juni 2026.
Antiimperialistische Liga




