Brasilien: Verstärkte US-Interventionen im Amazonasgebiet

1–2 Minuten
Brasilien: Verstärkte US-Interventionen im Amazonasgebiet

Am 10. und 11. August besuchten Agenten der US-Botschaft verschiedene Polizei- und Militäreinrichtungen im Bundesstaat Acre im brasilianischen Amazonasgebiet, wie A Nova Democracia berichtet. Der Besuch umfasste auch Gebiete nahe der Grenzen zu Peru und Bolivien. Die Agenten erörterten mit der brasilianischen Reaktion vor Ort, wie man mehr Informationen von den brasilianischen Sicherheitskräften erhalten und wie man deren Ausbildung verbessern könne.

In diesem Jahr empfing der Repressionsapparat von Acre bereits Agenten des US-Heimatschutzministeriums, der Grenzpolizei, Mitglieder der Küstenwache sowie einen Attaché der US-Luftwaffe. Der alte brasilianische Staat bewies seine Unterwürfigkeit, indem er den Amis seine Einrichtungen und Arbeitsmethoden zur Verfügung stellte, Datenbanken austauschte, Dutzende Agenten zur Ausbildung in die USA entsandte und neue Trainingsprogramme der US-Repressionskräfte erörterte.

Die US-Streitkräfte haben seit Langem Zugang zu den Aufzeichnungen brasilianischer Behörden, Kenntnisse über die Grenzanlagen, Informationsfluss und Ausbildung von Repressionskräften. In den letzten Jahren hat die Präsenz von US-Streitkräfte im brasilianischen Amazonasgebiet deutlich zugenommen. So waren beispielsweise im November 2023 im Rahmen der Operation CORE 23 rund 1.600 Militärangehörige in Pará und Amapá im Einsatz, darunter 270 Angehörige der US-Armee.

Acre, neben anderen Gebieten wie Rondônia und angrenzenden Regionen im westlichen Amazonasgebiet, steht im Zentrum eines wachsenden revolutionären Kampfes in Form eines Bauernkrieges, der sich gegen die Ausweitung des Großgrundbesitz, Landraub und den Einsatz von Schlägerbanden richtet und die Landrechte der Bauern und der indigenen Bevölkerung stärkt. Die zunehmende Intervention der USA zielt darauf ab, ihre Kontrolle über die repressiven Kräfte in der Region zu festigen.

KATEGORIE: ,
Benachrichtigungen aktivieren OK Nein, danke