Die achte Betriebsversammlung von VW, bei der der VW-Vorstand versucht den Arbeitern seine Pläne zur Produktivkraftvernichtung und Verschärfung der Ausbeutung zu verkaufen fand in Hannover statt. Dort kündigte der IG-Metall-Bezirkschef großspurig erbitterten Widerstand an allen Standorten an. Der Vertreter des VW-Vorstands, Arno Antlitz, wurde im Stammwerk von VW Nutzfahrzeuge zunächst mit einem lauten Pfeifkonzert empfangen.
Die IG-Metall folgt momentan der Wut und der Kampfbereitschaft der Kollegen. Große Worte kamen von zuständigen Gewerkschaftsbürokraten: Der Vorstand arbeite mit der Abrissbirne, um Standorte für immer von der Landkarte verschwinden zu lassen. Er sei stinksauer auf einen Vorstand, der uns Kahlschlag als Zukunftsstrategie verkaufen will. Weiter: „Ich kann nur warnen: Wenn der Vorstand diese Vereinbarung heute wieder infrage stellen will, dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen – das sage ich euch! Wir werden uns mit aller Macht dagegenstellen. Wir werden ein schleichendes Ausbluten unserer Standorte nicht zulassen.“
Die IG Metall ruft derzeit zum gewerkschaftlichen Aktionstag am 21. September auf: „Alle Beschäftigten in allen Schichten, ob Hersteller oder Zulieferer, sind aufgerufen, sich am großen bundesweiten Aktionstag zu beteiligen.“
Ob den lautstarken Ankündigungen von Seiten der IG-Metall etwas folgen wird, erscheint in Anbetracht der Erfahrung mit den gelben DGB-Gewerkschaften unwahrscheinlich. Die Großteil der Gewerkschaftsbürokratie ruft in erster Linie nach dem Staat, der sich kümmern solle, typisch Korporativismus. Was besonders zynisch ist, weil der Staat, genauer das Bundesland Niedersachsen, im Falle von Volkswagen direkt Ausbeuter und damit Gegner der Arbeiter ist.





