Zum Jahreswechsel ist es in Deutschland zu zahlreichen Angriffen, vor allem auf Polizisten gekommen. Im ganzen Land waren die Polizeien der Länder und die Bundespolizei, teilweise mit Spezialeinheiten zur Aufstandsunterdrückung, im Großeinsatz. „„Kriegszustand“ – üble Silvester-Krawalle in mehreren deutschen Städten“, titelten bürgerliche Medien.
Millionen Menschen haben in Deutschland den Jahreswechsel gefeiert. Vielerorts entlud sich wortwörtlich explosionsartig der Hass der Massen auf all das, was sie mit dem Staat in Verbindung bringen konnten. „Stellenweise hatte man an gewissen Punkten unserer Großstädte den Eindruck, wir befinden uns im ‚Kriegszustand‘“, sagte der Chef der Gewerkschaft für die Bundespolizei. Die Polizei setzte nach den teils sehr heftigen spontanen Massenkämpfen der vergangenen Silvesternächte den Fokus verstärkt auf die deutschen Großstädte.
Allein in Berlin waren mehr als 4.000 Polizisten im Einsatz, gab es 2.340 Einsätze – fast 200 pro Stunde, mehr als drei pro Minute. „Die Angriffe mit Pyrotechnik waren dabei so massiv, dass die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr zu Brandlöschung nicht eingesetzt werden konnten“, hieß es in bürgerlichen Medien. Vor allem durch die zahlreichen Angriffe mit Feuerwerkskörpern zählte die Polizei 35 Verletzte in den eigenen Reihen, zwei davon mussten in Krankenhäusern behandelt werden.
Polizisten sollen unter anderem bei der Demonstration ‚Silvester im Knast‘ in Moabit „massiv mit Pyrotechnik angegriffen“ worden sein, hieß es. In Kreuzberg sollen um kurz vor Mitternacht rund 150 Menschen gezielt Flaschen und Pyrotechnik auf Polizisten geworfen haben. Kurz nach Mitternacht wurden nach Medienberichten Steine und Raketen aus einer Menschenmenge in Mitte auf ein Polizeiauto geworfen. In Moabit sollen bis zu 500 Personen auf einer Straße brennende Barrikaden errichtet und auch die anrückende Feuerwehr vertrieben haben. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, prügelte wahllos auf die Menge ein und nahm zahlreiche Menschen willkürlich fest. Ein Großbrand am S-Bahnhof Wedding legte den gesamten Verkehr der Ringlinien lahm.

Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner, hatte zuvor Öl ins Feuer gegossen und eine „Nacht der Repression“ angekündigt, seine Bilanz dürfte nicht besonders positiv ausfallen.
In Hamburg wurden mindestens zehn Polizisten verletzt und verblieben vorerst dienstunfähig. In der Hansestadt meldete die Polizei in einer ersten Bilanz Massenkämpfe insbesondere aus dem Stadtteil Steilshoop. Dort gab es von der Polizei entsprechend „zeitweise umfangreichere Interventionsmaßnahmen“. Die Polizei setzte in Hamburg auch eine Spezialeinheit für Festnahmen und Drohnen gegen die Menschen ein. Insgesamt gab es 1.398 Einsätze in Hamburg – fast 30 Prozent mehr als 2024.
In Leipzig errichtete die Polizei unter anderem im Stadtteil Connewitz Absperrungen ein, fünf Hundertschaften waren auch mit Wasserwerfern im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu behalten. Dies mislang umfangreich. Verschiedene Gruppen sollen nach Polizeiangaben in den Stadtteilen Connewitz und Grünau die Polizei intensiv mit Pyrotechnik, Steinen und farbgefüllten Gläsern angegriffen haben. Es wurden Barrikaden gebaut und massiv Einsatzfahrzeuge beschädigt. Mindestens ein Polizist wurde schwerer verletzt. In einem Fall soll ein Angriff auf die Polizei in Grünau so konzentriert und überraschend gewesen sein, dass sich die Reaktion zurückziehen musste. Es soll auch Angriffe mit Schreckschusswaffen gegeben haben, wurde berichtet. Auch in der Leipziger Innenstadt gab es diverse Feuer.

Auch die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover konnte nicht vollständig befriedet werden – mehr als 100 Einsätze, Fest- und Ingewahrsamnahmen, Platzverweise. Ein Mann schoss mit einer Maschinenpistole. Vier Polizisten wurden verletzt, Container brannten, eine Tankstelle wurde gesprengt.
In Frankfurt am Main waren mehr als 700 Polizisten, Wasserwerfer und sogar Räumpanzer im Einsatz. Es gab 200 Platzverweise und 73 Festnahmen, elf Polizisten wurden verletzt. Auch aus Frankfurt hieß es: „Wir haben beinahe kriegsähnliche Zustände erlebt.“
Auch in weiteren deutschen Städten wie Köln, Dresden und München ist es über Silvester zu spontanen Kämpfen und Angriffen auf die Polizei gekommen.




