Überfall der politischen Polizei gegen Partizan

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Überfall der politischen Polizei gegen Partizan

Yeni Demokrasi berichtet, dass in Gaziantep (im Volksmund Antep genannt, im Süden der Türkei, nahe der türkisch-syrischen Grenze) Anfang Februar zur Mittagszeit ein Leser der Zeitung Partizan auf offener Straße von drei Personen entführt wurde, die sich als „Polizisten“ ausgaben, nachdem ihr Fahrzeug ihm den Weg versperrt hatte.

Der entführte Partizan-Leser gab an, zur politischen Polizei in Gaziantep gebracht worden zu sein, wo er inoffiziell verhört und zur Kooperation genötigt wurde.

Der Leser der Zeitung Partizan beschrieb den Vorfall wie folgt:

Auf dem Weg zum Kiosk, um etwas zu kaufen, schnitt mir ein Auto den Weg ab. Drei Personen stiegen aus und riefen mir zu: „Sind Sie das?“ Sie stellten mir Fragen. Als ich fragte, wer sie seien, zeigte mir einer von ihnen einen Polizeiausweis und sagte: „Wir sind von der TEM (Antiterroreinheit).“ Unter Folter zwangen mich diese drei in ein Fahrzeug und brachten mich zur Politischen Polizei in Gaziantep. Dort fragten sie mich unter anderem: „Wann sind Sie der Organisation beigetreten?“, „Wer hat Sie organisiert?“, „Sind noch andere beteiligt?“ Sie fragten mich auch nach einem befreundeten Journalisten. Sie nahmen mir gewaltsam mein Handy ab und verlangten, dass ich es entsperre.

Ich erklärte, dass ich ihre Fragen und ihre Versuche, mich zum Kollaborateur zu machen, nicht akzeptiere und von meinem Recht zu schweigen Gebrauch machen würde. Ich verlangte die Anwesenheit meines Anwalts, doch sie unternahmen nichts. Sie zeigten mir auch keinen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft. Ich wurde fast zehn Stunden lang bei der Politischen Polizei in Gaziantep festgehalten. Anschließend sagten sie mir, ich könne gehen.

Dies ist eindeutig eine gängige Praxis, Menschen zu entführen und zur Komplizenschaft zu zwingen. Letzten Donnerstag hielt mich ein Ford-Transporter in der Nähe meines Hauses an und versuchte, mich zu entführen. Da ich jedoch Bekannte an dem Ort hatte, an dem ich mich befand, konnten diejenigen, die versuchten, mich aufzuhalten, ihr Ziel nicht erreichen. Mein Anwalt wird die notwendigen rechtlichen Schritte gegen diese Personen einleiten.

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