Wir teilen hier eine inoffizielle Übersetzung des Aufrufs von Kampkomiteen zum 8. März.
Kampkomiteen ruft zu einer kraftvollen Demonstration am 8. März gegen Imperialismus und Patriarchat auf.
Arbeiter und unterdrückte Völker aller Länder, vereinigt euch!
Am 8. März auf die Straße!
Kämpft gegen Imperialismus und Patriarchat!
Kampkomiteen ruft alle Mitglieder, Freunde und verbündete auf, sich am 8. März zu vereinen, um den Internationalen Frauenkampftag mit kraftvollen Aktivitäten gegen Imperialismus und Patriarchat zu markieren.
In der gegenwärtigen Situation wird Kampkomiteen besonders den Kampf gegen die Aggressionskriege des US-Imperialismus hochhalten, in Unterstützung und Verteidigung des palästinensischen Volks, den Völkern von Venezuela und Iran und unseren indischen Genossen.
Kampkomiteen erhebt außerdem den Kampf gegen die Angriffe gegen die ökonomischen und politischen Rechte der arbeitenden Frauen und den Widerstand gegen die reaktionäre ideologische Offensive gegen Frauen, die sich in der Kultur des imperialistischen Systems in Zersetzung und Verrottung entwickelt.
Gegen Imperialismus und Patriarchat
Imperialismus, das ökonomische und politische System, das heute die Welt beherrscht, erzittert. Die imperialistischen Mächte, hauptsächlich der US-Imperialismus, wälzen die Bürden ihrer eigenen Krise und ihrer eigenen Rivalitäten auf die unterdrückten und ausgebeuteten Völker der Welt ab. Die Imperialisten führen Aggressionskriege gegen Palästina, Venezuela, den Iran, den Sudan und andere Länder. Sie führen moderne Kolonialkriege in Lateinamerika, Afrika und Asien.
Die ärmsten Völker der Welt zahlen den Preis und tragen die Bürde der Krisen und Kriege der Imperialisten. In diesem System sind die Arbeiterinnen und Bäuerinnen in den unterdrückten Nationen dreifach unterdrückt. Sie sind unterdrückt von den imperialistischen Mächten, von den lokalen Kapitalisten und Grundbesitzern und durch das Patriarchat, welches Frauen als ein untergeordnetes Geschlecht hält.
Der Imperialismus hat die Jahrtausend-alte Unterdrückung der Frau – das Patriarchat – übernommen und diese Unterdrückung zu einem Teil des Systems gemacht. Die herrschenden Klassen profitieren von dieser Unterdrückung, welche ihre Profite erhöht. Frauen wird Eigentum, gleicher Lohn und grundlegende Rechte und Freiheiten verweigert. Frauen unterliegen Gewalt und sexualisierter Unterdrückung. Die Körper von Frauen und Kindern werden als Ware in der sogenannten „Sex-Industrie“ für Pornographie, Prostitution und „Sex-Tourismus“ verkauft. Das Patriarchat muss zerstört werden, und es kann nur durch den selben Prozess zerstört werden, der den Imperialismus vom Angesicht der Erde fegen wird.
Kampkomiteen ruft alle dazu auf, diesen Internationalen Frauenkampftag durch Kampf gegen Imperialismus und Patriarchat, Gegen männlichen Chauvinismus und Gewalt gegen Frauen, gegen Prostitution und für die sozialen und ökonomischen Rechte der arbeitenden Frauen zu markieren.
Die Situation und unsere Aufgaben
In der gegenwärtigen Situation betonen wir, dass der Völkermord in Palästina nicht vorbei ist. Die Zionisten greifen das palästinensische Volk weiter an, trotz des Waffenstillstands und des diplomatischen Prozesses liegt Gaza in Schutt und Asche und die Situation in der West Bank ist so ernst wie in Jahrzehnten nicht. Unter der Deckung von anderen Nachrichten, die die Medien dominieren, mordet und vertreibt der Lakai des US-Imperialismus, der zionistische Staat Israel, weiter Palästinenser.
Die gegenwärtige Situation ist gekennzeichnet durch den verzweifelten Kampf des US-Imperialismus um seine Position als einzige hegemoniale Supermacht zu bewahren. In seiner Rivalität mit dem chinesischen Sozialimperialismus versucht der US-Imperialismus, seinen Griff um Lateinamerika zu verengern. Die Aggression gegen Venezuela ist ein Angriff auf die unterdrückten Völker und Nationen auf diesem Kontinent. Die Forderung, Grönland zu übernehmen sind Teil der selben Strategie, in welcher die USA ihre Vorherrschaft über die gesamte westliche Hemisphäre festigen will.
In der gegenwärtigen Situation droht der US-Imperialismus mit einem neuen Krieg gegen den Iran. Sie nutzen das selbe Rezept, welche sie gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen und verschiedene andere Länder genutzt haben. Sie beschuldigen das Regime des Völkermords, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln und Menschenrechte zu verletzen. Der Völkermord in Gaza, der Aggressionskrieg gegen Irak und Afghanistan und die Situation der Menschenrechte in den Lakaien der USA in Saudi-Arabien, der Türkei, El Salvador und so weiter und fort, zeigen, dass die USA niemals durch den Schutz von Menschenrechten motiviert war. Die USA ist der größte Völkermörder, die größte Terrorist und hat mehr als irgendwer anders Massenvernichtungswaffen verwendet. Der US-Imperialismus nutzt seine Dominanz über die Medien im Westen, inklusive der sogenannten „sozialen Medien“, um seine Kriegspropaganda zu machen. Sie versuchen, die öffentliche Meinung in ihr eigenes kriegstreibendes Bildnis zu formen. Alle Feinde der USA werden als „neuer Hitler“ betitelt, aber es ist der US-Imperialismus selbst, der den Faschismus heute mehr als irgendwer anders fördert.
In der gegenwärtigen Situation ist die neudemokratische Revolution in Indien unter massiven Angriffen durch den alten indischen Staat, durch seine militärische Vernichtungskampagne „Operation Kagaar“. Die faschistische Modi-Regierung versucht die revolutionäre Bewegung in Indien auszulöschen. Sie nutzen Völkermord und Vertreibung gegen die ärmsten Völker Indiens, die Adviasis und die Dalits, um Indien den ausländischen Imperialisten und Monopolen zu öffnen. Der alte indische Staat nutzt Gewalt gegen Frauen und Vergewaltigung als Waffe gegen das Volk. Wir erheben die Erinnerung der indischen Märtyrer, als eine Fahne des Kampfes am 8. März, weil ihr Opfer wie eine leuchtende Fackel den Weg für alle unterdrückten Völker zum Folgen erhellt. Wir unterstützen und verteidigen unsere indischen Genossen, die beharren, die kämpfen, und die letztendlich siegen werden.
In der gegenwärtigen Situation werden die ökonomischen Frauenrechte überall auf der Welt angegriffen. Die ökonomische Krise im imperialistischen System hat zu Preiserhöhung, höhere Arbeitslosigkeit und große Beschneidungen in der Sozialhilfe geführt. In unserem eigenen Land sehen wir, wie die Angriffe auf die Sozialhilfe Frauen besonders hart treffen, zum Beispiel durch die Schließungen von Entbindungsstationen und Geburtsklinken, Berufe im Sozialwesen werden stark von Frauen dominiert, und wir sehen, wie Angestellte in Krankenhäusern, Kindergärten und schulen immer steigenden Druck erfahren. Der normale Arbeitstag ist abgeschafft worden, temporäre Arbeit, Überstunden und Teilzeit sind die Norm geworden, und Krankheitstage sind hoch als Resultat von Druck und Stress. Gleichzeitig kündigen die lokalen und Landesregierungen neue Kürzungen und mehr „Effizienzmaßnahmen“ an. Diese Angriffe sind besonders gegen arbeitende Frauen gerichtet und können nur durch Kampf und Organisation bekämpft werden. Wir erheben die Parole für eine Klassenlinie in der Frauenbewegung, um arbeitende Frauen zum Kampf und Widerstand zu organisieren.
In der heutigen Welt werden die politischen und sozialen Rechte der Frauen angegriffen. Extreme Sexualisierung und Individualismus werden weltweit gefördert und betreffend besonders arbeitende und arme Frauen. „Tradwife“-Trends und zynische „Influencer“ wollen Frauen „zurück in die Küche“ schicken. Die Pornographie- und Prostitutionsindustrie machen Frauenkörper zu waren und werden von den Medien, Medienpersönlichkeiten und vom Staat unterstützte „NGOs“ ideologisch gefördert. Selbst die Kindheiten von Frauen werden in der „Popkultur“ sexualisiert. Die „Schönheitsindustrie“ kultiviert einen Mythos von einer angeboren „Weiblichkeit“. All das ist Teil einer ideologischen Kampagne, um die Idee einer weiblichen Natur zu stärken, die darauf abzielt, Frauen vom Organisieren und Kämpfen, mit allen Mitteln, für Rechte und echter Gleichheit, abzuhalten.
Antiimperialisten aller Länder, vereinigt euch!
Die sozialistische Arbeiterbewegung hat den Internationalen Frauenkampftag seit 1910 gefeiert, als Klara Zetkin dem Sozialistischen Internationalen Kongress vorschlug, dass so ein Tag jedes Jahr überall auf der Welt gefeiert werden sollte. Es ist kein Tag um „Weiblichkeit zu feiern“. Der 8. März ist ein Kampftag für die Frauen der Arbeiterklasse und für alle unterdrückten und ausgebeuteten Völker der Welt. Der 8. März ist ein Tag um zusammen mit unseren Schwestern und Genossinnen in den unterdrückten Nationen zu stehen, insbesondere mit denjenigen in den Ländern, die von imperialistischen Krieg betroffen sind. Es ist ein Tag, um die Kräfte mit allen zu vereinen, die aufstehen, um gegen Imperialismus und Patriarchat zu kämpfen. Es ist ein Tag, um die Versuche, die Frauen des Volkes und den Kampf, den wir führen müssen zu spalten, zurück zuweisen.
Der diesjährige 8. März findet in stürmischen Zeiten statt, mit Kriegen und Krisen in allen Teilen der Welt. In dieser Situation hat das Koordinierungskomitee der Antiimperialistischen Liga (AIL) zu einem gründenden Kongress am 3. – 5. April aufgerufen, wo eine neue internationale antiimperialistische Organisation etabliert werden wird. Kampkomiteen unterstützt ihren Aufruf mit ganzem Herz: „Antiimperialisten aller Länder, vereinigt euch!“. Die Kämpfe der Volks, auf allen Kontinenten muss koordiniert werden, um die größtmögliche Stärke gegen den Imperialismus zu erreichen. Der Imperialismus ist global und der Antiimperialismus muss international sein. Der Kampf der unterdrückten und ausgebeuteten Frauen gegen das Patriarchat ist Teil des antiimperialistischen Kampfes. Von Anfang an war der 8. März ein Tag, um der Entwicklung und Stärkung der internationalen Bewegung zu dienen. Der diesjährige 8. März ist ein Tag, um das Banner der neuen antiimperialistischen Allianz zu erheben, welche darauf abzielt, die antiimperialistische Front auf der Welt zu stärken.
Kämpft gegen Gewalt gegen Frauen! Kämpft gegen Imperialismus und Patriarchat!
USA – Hände weg von Venezuela! USA raus aus Lateinamerika!
USA – Hände weg vom Iran! USA raus aus dem mittleren Osten!
Nieder mit „Operation Kagaar“! Unterstützt den Volkskampf in Indien!
Unterstützt den palästinensischen Widerstand! Freiheit für Palästina!
Für eine Klassenlinie in der Frauenbewegung! Arbeitende Frauen – Kämpft und organisiert euch!
Antiimperialisten aller Länder, vereinigt euch! Vorwärts mit der antiimperialistischen Liga!
Am 8. März auf die Straße!
Kampkomiteen
Februar 2026




