Der politische Gefangene Omar Campoverde hat während seiner mündlichen Berufungsverhandlung öffentlich gemacht, dass er im Gefängnis „El Encuentro“ grausamer Folter ausgesetzt war.
Omar Campoverde wurde nicht nur ohne rechtliche Grundlage verurteilt und vom Gefängnis Latacunga in das Gefängnis „El Encuentro“ – ein wahres Konzentrations- und Folterlager – verlegt, sondern war auch einem Regime der Brutalität und menschlichen Erniedrigung unterworfen, das Folgendes umfasst:
– Einzelhaft
– Verweigerung der Kommunikation mit seinen Anwälten
– Verbot von Familienbesuchen
– Nahrungsmangel
– Ständige Folter durch Militärangehörige
– Sexuelle Gewalt durch zwei Mitglieder der ecuadorianischen Armee, die laut Berichten bereits identifiziert und rechtlich angeklagt wurden.
Die von Omar Campoverde erhobenen Anschuldigungen enthüllen das brutale Regime, das dem Land von der Noboa-Regierung aufgezwungen wurde und insbesondere demm US-Imperialismus dient. Dieses Regime konnte sich nur durch Militarisierung, Terror, Demütigung, Straflosigkeit staatlicher Verbrechen und die Kollaboration mit Opportunisten aufrecht erhalten, wobei die Würde der Menschen in solch erbärmlichem Ausmaß mit Füßen getreten wurde, wie man es aus den israelischen Knästen gegenüber dem palästinensischen Volk kennt.
Durch diese Art von Repression und Folter versucht das Regime nicht nur, die feste revolutionäre Haltung des Genossen zu brechen; es zielt auch darauf ab, eine Botschaft der Bestrafung und Einschüchterung gegen jeden Ausdruck des Kampfes gegen die Regierung und den alten Staat zu senden.
Folgende Forderungen wurden nach Bekanntwerden der Folter aufgestellt:
1. Sofortiger Schutz für Omar Campoverde. Umgehende und wirksame Garantien für sein Leben, seine körperliche, psychische und sexuelle Unversehrtheit sowie die sofortige Beendigung jeglicher Form von Folter, Schikane, Einzelhaft und Misshandlung. Sofortige Verlegung in eine Untersuchungshaftanstalt, die seine Sicherheit gewährleistet, bis das gegen ihn eingeleitete Gerichtsverfahren abgeschlossen ist.
2. Beendigung der Isolationshaft und der Haft ohne Kontakt zur Außenwelt. Uneingeschränkter Zugang zu seinen Anwälten, Kommunikation mit seiner Familie und uneingeschränkte Achtung seiner Grundrechte als Inhaftierter.
3. Die von Omar eingereichte Beschwerde muss unverzüglich untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft muss zügig und unabhängig von politischem oder militärischem Einfluss handeln; die notwendigen Ermittlungsschritte müssen unverzüglich eingeleitet werden; und die direkt und indirekt Verantwortlichen für diese abscheuliche Tat müssen ermittelt, strafrechtlich verfolgt und bestraft werden.
4. Dringendes Eingreifen von Menschenrechtsorganisationen. Angesichts des offenkundigen Risikos, dem der Betroffene ausgesetzt ist, fordern wir die sofortige Präsenz und Überwachung durch nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen.
5. Entmilitarisierung des Gefängnissystems. Die militärische Präsenz in den Gefängnissen hat Korruption, Waffen- und Drogenhandel sowie die Ausweitung eines Korruptionsnetzwerks befeuert.
6. Schließung des sogenannten Gefängnisses „El Encuentro“. Es ist offenkundig, dass dieses Gefängnis ein Ort der Bestrafung, Isolation und Erniedrigung ist, unvereinbar mit der Menschenwürde und den grundlegendsten Rechtsprinzipien.
Das Schweigen muss gebrochen werden. Die Barbarei des Regimes und seiner institutionalisierten Handlanger in den Streitkräften müssen angeprangert werden. Entsprechend gibt es von der Front zur Verteidigung der Volkskämpfe eine Aufruf an alle progressiven, revolutionären und antiimperialistischen Organisationen auf der ganzen Welt, eine internationale Kampagne zu starten, die das verbrecherische Noboa-Regime wegen der schweren Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anprangert, und für eine Solidaritätskampagne mit Omar Campoverde, in der sofortige Garantien für sein Leben und seine physische und psychische Unversehrtheit und seine sofortige Freilassung aus dem Gefängnis gefordert werden.




