Steinmeier lässt Obdachlose vertreiben

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Steinmeier lässt Obdachlose vertreiben

Schloss Bellevue, der Amtssitz des Staatsoberhauptes der BRD, wird die nächsten acht Jahre lang von Grund auf saniert. Mindestens 1.000.000.000 Euro wird der Protzbau kosten. Deshalb zog Bundespräsident Steinmeier in einen Neubau am Spreebogen in Sichtweite des Kanzleramts.

Dort soll der Empfang von Staatsgästen mit militärischen Ehren auf der Straße erfolgen. Das „Problem“: In der Nähe haben in rund 30 Zelten Obdachlose Unterschlupf gefunden.

Mohammed bin Zayed Al Nahyan (65), Herrscher von Abu Dhabi, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate kommt jetzt zu Besuch und die Obdachlosen müssen weg.

Die Räumung sei kein protokollarischer Wunsch des Bundespräsidialamtes, behauptet der zuständige Stadtrat. Es gehe um Sicherheit.

Trotzdem rückte die Stadtreinigung mit Schieber und Kehrmaschine an, die Polizei mit einem Dutzend Beamten und vertrieben die Menschen, die in dieser Gesellschaft ganz unten stehen ohne jeden Skrupel. In Einkaufwagen brachten die Armen die Habseligkeiten, die sie retten konnten in Sicherheit.

Der Plan zur dauerhaften Vertreibung sieht die Errichtung eines Zauns vor, der die Wohlfühlsphäre Steinmeiers absichern soll.

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