Am 23. September 2026 fanden in Marokko Parlamentswahlen statt, bei denen die Mitglieder des Repräsentantenhauses gewählt wurden.
Die endgültigen Wählerverzeichnisse umfassten weniger als 16 Millionen registrierte Wähler bei knapp 40 Millionen Einwohnern, wovon rund 30 Millionen wahlberechtigt sind. Von den 18- bis 24-Jährigen haben sich nur 4 Prozent zur Wahl registrieren lassen.
Die Wahlbeteiligung lag offiziell bei minimal über 38 Prozent. Das bedeutet, dass nur rund sechs Millionen Menschen wählen gegangen sind, denn diese Angaben beziehen sich auf die registrierten Wähler. Tatsächlich lag die Wahlbeteiligung nur bei 20 Prozent.
Die „Partei für Authentizität und Modernität“ (PAM) schaffte es die meisten Stimmen zu ergattern – rund eine Millionen. Diese Partei stellt künftig die Regierungschefin (Fatima Ezzahra El Mansouri), bei sagenhaften 3,5 Prozent Stimmen aller Wahlberechtigten.
Was auch in dieser Wahlfarce erneut deutlich wird, ist die Krise des bürokratischen Kapitalismus, der miss- und zuspätgeborene Kapitalismus, den der Imperialismus in den unterdrückten Nationen heranzüchtet und seine Fremdherrschaft darauf (und auf der Verbindung mit dem Großgrundbesitz) aufbaut.




