Seit einer Woche laufen die Warn“streiks“ in der Metall- und Elektroindustrie. Seitdem traten nach Angaben der IG Metall rund 413.000 Arbeiter kurzzeitig in Streik und gingen auf die Straße, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Auch nach der dritten Verhandlungsrunde ist die gelbe IG Metall noch nicht den hohen Forderungen der Arbeitskäufer nachgekommen, was erstmal ein gute Sache ist, darf aber nicht über den Charakter der IG Metall täuschen – die IG Metall fordert gerade einmal fünf Prozent mehr Lohn. Tatsächlich sind die Absichten der Arbeitskäufer schlichtweg absurd unverschämt und unannehmbar und gleichzeitig sind immer mehr Arbeiter kampf- und streikwillig, weil die angekündigte Verschärfung der Ausbeutung durch bürgerliche Politik und Arbeitskäufer auch die mittleren und höheren Teile der Arbeiterklasse trifft.
In der aktuellen Auseinandersetzung hat die Arbeitskäuferseite Zahlen aus der vergangenen Tarifauseinandersetzung öffentlich gemacht. Mit nur elf Warnstreiktage in 2024 haben die Arbeiter den Bossen 27 Millionen Euro Schaden zugefügt.Dass zeigt wieder einmal, wie wirksam Streiks tatsächlich sein könnten und wie wichtig es ist, Schluss zu machen mit dem „Warnstreik“-Unsinn, sondern „normal“ zu streiken, wie dies in nahezu allen anderen Ländern dieser Welt üblich ist.




