Erfolgreiche antiimperialistische Veranstaltung in Pernambuco, Brasilien

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Erfolgreiche antiimperialistische Veranstaltung in Pernambuco, Brasilien

Wir teilen hiermit eine inoffizielle Übersetzung eines Berichts, welcher von Red Herald veröffentlicht wurde.

Am 12. März fand in der Bundesuniversität von Pernambuco (UFPE) eine antiimperialistische Veranstaltung statt, welche in Zusammenarbeit mit Studentenkollektiven wie die Nationale Exekutive der Pädagogikstundenten (ExNEPe) und Mangue Vermelvo Collective organisiert wurde, wie A Nova Democracia (AND) berichtet.

Das Treffen versammelte über 120 Aktivisten, die sich in ihrer Opposition zum US-Imperialismus vereinigten, und hob besonders die Kämpfe im Iran, Venezuela und Palästina hervor. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit einer starken Bewegung, um den Auswirkungen des Imperialismus, auch unter die brasilianischen Massen, zu bekämpfen. Dies kulminierte in dem Verbrennen der Fahnen des Yankee-Imperialismus und Israels.

Zu Beginn der Veranstaltung, etwa um 18:00, beobachtete die Militärpolizei Pernambucos den Veranstaltungsort in einem Versuch, die Teilnehmer einzuschüchtern. Die Aktivisten nahmen dies stattdessen als Möglichkeit, um die Rolle der Polizei als Arm der Interessen des alten brasilianischen Staats, einem Lakai des Yankee-Imperialismus, zu denunzieren.

Unter den Teilnehmern waren Repräsentanten des Koordinationskomitees der Antiimperialistischen Liga (AIL), der Liga der Armen Bauern (LCP), des Vereins der Politisch Amnestierten und den Urbanen Bewegung der Obdachlosen Arbeiter (MUST).

Der Repräsentant der AIL grüßte die Teilnehmer, indem er die Kämpfe auf der Welt anerkannte und erklärte, dass das Pentagon wegen dem Fortschreiten der Volkskämpfe, die zur Weltrevolution tendieren, geplagt wird. Er kündigte außerdem die Freilassung eines politischen Gefangenen, Student Mateus, welcher während einer vorherigen Demonstration festgenommen wurde, an und betonte den Widerstand der antiimperialistischen Aktivisten im Angesicht staatlicher Repressionen.

Ein Teilnehmer des Mangue Vermelho Kollektivs sprach über den Kollaps des US-Imperialismus und rief zu einem „großen Stoß“ gegen die USA auf, welche „nach Belieben Terroranschläge verübt, unseren Kontinent und Länder bombardiert, welche für ihre Souveränität kämpfen“. Abschließend rief er die Jugend auf „standhaft zu bleiben und sich daran zu erinnern, dass die Rebellion gerechtfertigt ist“.

Ein Korrespondent der Zeitung A Nova Democracia erzählte von seinen Erfahrungen während einer Demonstration am 28. Januar, wo er Polizeigewalt erfuhr, nachdem er mit einer .40-Kaliber Kugel getroffen wurde, zeigte aber dennoch Entschlossenheit, weiter vorwärts zu gehen. Er betonte, dass polizeiliche Repressionen nur die Wut und den Widerstand des Volks weiter entflammen und nicht verringern würde. Ein Pädagogikstudent und Repräsentant der ExNEPe führte die Probleme in der Bildung auf Einmischung der USA zurück, und erklärte, dass die Bildungsreformen und Kürzungen der Fördermittel von Washington diktiert werden. Sie sprach über ihre Verletzungen durch fünf Polizeischüsse während der Demonstration am 28. Januar, aber erklärte, dass sie Demonstration nur verlassen hatte, nachdem diese sich aufgelöst hatte.

Ein Aktivist der Ventania-Bewegung hob hervor, dass die Studenten entschlossen sind, für ihre Rechte zu kämpfen und Inspiration durch die Kämpfe der Jugend in Palästina und Iran nehmen, welche imperialistischer Aggression begegnen. Sie verurteilte außerdem die illegale Festnahme eines 16 jährigen Studenten während einer vergangenen Demonstration, und beteuerte dass solche Aktionen nur die Entschlossenheit ihrer Genossen stärke.

Ein Bauer der Liga der Armen Bauern grüßte die Veranstaltung und verurteilte den Angriff des US-Imperialismus gegen das brasilianische Volke unter dem Vorwand des „Narcoterrorismus“ und betonte dass Bauernbewegungen, wie die LCP oder MST schon als Terroristen betitelt wurden. Er sprach sich für die Notwendigkeit aus, sich gegen den Imperialismus als Hauptfeind der Völker in den unterdrückten Nationen zu vereinen. „Deshalb stehen die Massen auf, um das zu verteidigen, was ihnen gehört, um ihre Gebiete zu verteidigen, selbst mit so vielen Problemen und Widersprüchen, aber was wirklich bedeutsam ist, ist der Kampf gegen jene, welche kommen, um dir zu sagen, wie du dich in deinem eigenen Gebiet zu verhalten hast“. Er betonte auch die Verbindung zwischen den Bauernkämpfen und dem antiimperialisten Kampf, wie beispielsweise die Landaneignungen durch den chinesischen Imperialismus und die Agropecuária Mata Sul S.A. in Pernambuco.

Der Professor von der UFPE, Socorro Abreu, rief die Jugend dazu auf, von den historischen Kämpfen gegen den Imperialismus zu lernen und warnte vor Opportunismus in Bewegungen, welche er als „imperialistische Infiltration in Volksbewegungen, um unseren Kampf zu pulverisieren“ charakterisierte. Ein Repräsentant der Organisation Brasilianische Revolution (RB) und den Vereins der Politisch Amnestierten Pernambucs (APAP) denunzierte die örtliche Polizeigewalt gegen Demonstranten während der Demonstration am 28. Januars, und betonte die Rolle des Gouverneurs als Führer der Repression, und auch die Regierung von Luiz Inácio. Abschließend rief er er dazu auf, im April den Putsch, welcher das faschistische Militärregime in 1964 etablierte, zu verurteilen.

Die Veranstaltung ging damit zu Ende, dass ein Repräsentant der MUST die Notwendigkeit für Einheit gegen den US-Imperialismus wieder bestätigte, insbesondere im Kontext der neuen Anti-Terror Gesetze, welche Volksorganisationen kriminalisiert.

Die Teilnehmer unterstützten den Aufruf des Forums gegen Korporatisierung und Militarisierung (FACAM) in internationalen Aktionen in Verteidigung der indischen Revolution und in Solidarität mit der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) teilzunehmen. Am 28. März wird es eine Demonstration „in Unterstützung des revolutionären Prozesses in Indien“ geben.

Abschließend entschieden die Teilnehmer einstimmig, eine weitere Demonstration vor dem Bildungszentrum abzuhalten, wo sie ein weiteres Mal die Fahnen der Vereinigten Staaten und Israels verbrannten und ihre Hingabe zum antiimperialistschen Widerstand erneut bestätigten, während sie Parolen wie „Yankees, go home!“ und „Raus aus Gaza, faschistisches Israel! Raus aus Lateinamerika, Yankees!“ riefen.

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