Die akute Krise des deutschen Finanzkapitals und seiner politischen Repräsentation dauert seit Jahren an und ergibt mittlerweile „das Szenario eines ökonomischen Crashs, auf den die Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) keine erkennbare Antwort hat“, so die Berliner Zeitung. Es sei dies kein Betriebsunfall dieser Koalition, sondern Erbe einer politischen Kultur, unfähig sei, die Folgen begangener Fehler zu korrigieren, so das Blatt weiter.
Ein Aspekt davon ist die Energiepolitik. Die Bundesregierung unter dem Gangster-Kanzler Olaf Scholz hatte die Abkehr von russischem Gas und Öl beschlossen. In Rekordgeschwindigkeit ließ man unter Federführung von Robert Habeck drei große LNG-Terminals errichten – in Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Lubmin. Einer Einschätzung des damaligen deutschen Botschafters in Washington zufolge, einem internen Bericht an das Auswärtige Amt, der Erst vor rund einem Jahr bekannt wurde, planten die USA, die entstehenden Versorgungslücken mit US-amerikanischen Öl- und Gasexporten zu füllen. Diese Importe haben sich in den vergangenen zehn Jahren fast verzehnfacht. Diese angebliche „Diversifizierung“ der Energiequellen bedeutete in der Tat eine massive Verteuerung.
Aber es ist nicht nur Geld, die Amis fordern auch Unterwerfung. US-Botschafter Andrew Puzder warnte im März 2026, ohne Umsetzung des Turnberry-Handelsabkommens (der Deal aus 2025 zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen auf neue Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Exporte aus Europa in die USA) seien die Bedingungen für künftige Geschäfte „möglicherweise nicht mehr so günstig“.
Die Regierung des Betrügers Friedrich Merz lässt nicht erkennen, dass sie einen Plan hat wie mit der Situation umzugehen ist, es gibt keine Strategie zur Energiepreisdämpfung (außer Subventionen für die Monopole) oder die Versorgung mit Metallen, nur leere Worthülsen. Seit der militärische Aggression der Amis und Israels gegen den Iran ist die Straße von Hormus blockiert und damit hat sich die Lage nochmal verschärft, weil rund ein Fünftel des global gehandelten Öls über eben dieses Nadelöhr transportiert wird. Diesel kostet mittlerweile 2,50 Euro in Deutschland. Die neue Tankstellenregel, die Preiserhöhungen auf einmal täglich begrenzt, hat sich als kontraproduktiv erwiesen. Die vereinbarte Waffenruhe wir sich nicht kurzfristig in Form von sinkenden Spritpreisen auswirken.
Die Inflation in der Eurozone ist im März auf 2,5 Prozent gestiegen, die irische Zentralbank rechnet kurzfristig sogar mit Inflationsraten über vier Prozent (mit der Hoffnung auf eine dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus). Eine Regierung, die auf solche Preisexplosion bei Grundbedarfsgütern mit der Idee einer Mehrwertsteuererhöhung antwortet, signalisiert: Wir haben rein gar nichts verstanden.
Es wird von bürgerlichen Ökonomendavon auch davon ausgegangen, dass das Niveau der Insolvenzen in Deutschland mindestens auf dem aktuellen hohen Level bleiben wird und sich vermutlich im Verlauf dieses Jahres noch einmal leicht weiter erhöhen wird. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland war2025 so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr:rund 24.000bis Ende des Jahres. Damit warendie Zahlender Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahr um ganze 8,3 Prozent gestiegen. Das besondere an der aktuellen Situation, so bürgerliche Ökonomen, sei, dass sich die Krise praktisch durch alle Branchen zieht. Selbst einstmals „sichere Sektoren“ wie die Automobilindustrie habengroße Probleme. Besonders hart trifft es jedoch die Gastronomie. Die Insolvenzen in der Branche lagen in 2025 bei rund 3.000 Betrieben. Das ist der höchste Stand seit 2011 und fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr und dreimal soviel wie der Durchschnitt. Auch darauf hat die schlechte und schwache Regierung keinerlei Antworten parat.





