Militarisierung und Reaktionarisierung müssen bezaht werden: Deutschlands Rüstungsausgaben sind vergangenes Jahr auf 97 Milliarden Euro in die Höhe geschnellt – ein Plus von 24 Prozent. Damit hatte die Bundesrepublik 2025 die viertgrößten Militärausgaben der Welt.
Laut einem Bericht des bürgerlichen „Friedensforschungsinstituts“ Sipri stiegen die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2025 um 2,9 Prozent auf 2,89 Billionen Dollar. Das entspricht 2,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung – und sei der höchste Wert seit 2009.
Hauptort des weltweiten Anstiegs u.a. bei der Produktion neuer Waffen war Europa. Hier legten die Ausgaben um 14 Prozent auf 864 Milliarden Dollar zu. Neben den anhaltend hohen Ausgaben Russlands (plus 6 Prozent) und der Ukraine (plus 20 Prozent) im vierten Jahr des Krieges sorgten vor allem die europäischen Nato-Staaten für das stärkste Wachstum in Mittel- und Westeuropa seit Ende des Kalten Krieges. Diese erhöhten ihre Investitionen dem Bericht zufolge um rund 14 Prozent auf 476 Milliarden Euro.
Die Bundesrepublik gibt erstmals mehr für Militär aus als alle anderen europäischen Nato-Staaten. Mit der Rekordsteigerung von 24 Prozent infolge des Bruchs der in der Verfassungs festgeschriebenen Schuldenbremse und dem somit ermöglichten „Sondervermögen“ für die Bundeswehr (wofür Friedrich Merz seinen Beinamen „Betrüger“ erhielt) belegt Deutschland zum ersten Mal in den jährlichen Sipri-Statistiken den Spitzenplatz bei Militärausgaben in Mittel- und Westeuropa. Nach dem Bericht habe Deutschland „das dritte Jahr in Folge zweistellige Wachstumsraten bei den Militärausgaben“ verzeichnet. Damit überschreiten die Rüstungsausgaben Deutschlands nun erstmals seit 1990 die Marke von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung (was sicherlich auch mit der seit Jahren andauernden Stagflation zu tun hat).
Angesichts der massiven Kampagne zur Steigerung der Kriegsfähigkeit der deutschen Armee gilt: Kein Mensch, kein Cent der Bundeswehr!




