Einige Eindrücke vom 1. Mai 2026 in Deutschland

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Einige Eindrücke vom 1. Mai 2026 in Deutschland

Der Rote Bund beging seine Aktivitäten zum diesjährigen 1. Mai mit zwei Prioritäten: Zum einen die kämpferische Teilnahme an den Gewerkschaftsdemonstrationen, und zum zweiten die Arbeit mit den tiefsten und breitesten Massen in den proletarischen Vierteln, in denen die Genossen kontinuierlich ihre Massenarbeit normalerweise mehrheitlich entfalten.

Der Tag begann mit Beflaggungsaktionen. Dies ist mittlerweile eine etablierte Tradition. In neun Städten wurden fast 1.000 Fahnen aufgehängt: In Bochum, Bremen, Bremerhaven, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Freiburg, Hamburg und Köln.

In Laufe des Tages gab es außerdem die Teilnahme an Gewerkschaftsdemonstrationen in sechs Städten und vier eigenen Kundgebungen des Roten Bunds in den genannten Arbeitervierteln.

Außerdem haben in anderen Städten wie Berlin und Leipzig Aktivisten und Sympathisanten an Aktionen und Demonstrationen teilgenommen, haben Zeitungen und Flugblätter verteilt.

In Bremen haben Genossen an der Gewerkschaftsdemo des DGB teilgenommen und die im letzten Jahr etablierte Tradition einer Kundgebung im Arbeiterstadtteil Tenever auch in diesem Jahr fortgesetzt.

In Düsseldorf beteiligten sich Aktivisten des Roten Bundes auf der Gewerkschaftsdemonstration mit einem eigenen Ausdruck zusammen mit den Genossen von „ROSA“. Der Slogan der Roten Frauenbewegung „Alleinerziehend, Teilzeit, Hungerlohn – Frauen kämpft für die Revolution“ war präsent und wurde von den Genossinnen lautstark zum Ausdruck gebracht. Darüber hinaus dominierten insbesondere Slogans zur internationalen Solidarität und in Unterstützung des Kampfes des Volkes von Palästina den anti-imperialistischen Teil dieser Demonstration.

In Essen beteiligte sich der Rote Bund sowohl an der Gewerkschaftsdemonstration, als auch an den antifaschistischen Protesten gegen die Nazis von „Die Heimat“ (früher NPD). Am Nachmittag organisierte der Rote Bund Uhr eine antiimperialistische Kundgebung im proletarischen Viertel Altendorf. Viele Menschen, vor allem aus dem Viertel selbst, beteiligten sich, kamen zusammen um sich auszutauschen, Reden zuzuhören und gemeinsam zu tanzen. Der Platz war geschmückt mit zahlreichen Transparenten und Fahnen. Auf Schildern trugen Nachbarn den Slogan der internationalen Antiimperialistischen Liga: „Antiimperialisten der Welt, vereinigt euch!“

Essen

Auch in Freiburg nahm dieses Jahr wieder ein Kontingent des Roten Bundes an der 1. Mai – Gewerkschaftsdemonstration teil. Die Aktivisten verteilten eine große Anzahl an Flugblättern mit der Erklärung des Roten Bundes zum 1. Mai, die mit großem Interesse entgegen genommen wurden.

Freiburg

Mit einem kämpferischen Kontingent setzte der Rote Bund in Hamburg auf der Gewerkschaftsdemonstration ein kraftvolles Zeichen. Am Nachmittag organisierte der Rote Bund im Arbeiterstadtteil Mümmelmannsberg eine Kundgebung, wo unter anderem die Abwälzung der Kosten der Krise auf die Arbeiterklasse angeprangert wurde.

Hamburg Gewerkschaftsdemo

In Köln wurde sich in Koordination mit unterschiedlichen Teilen der türkischen Arbeiterbewegung in Deutschland an der Gewerkschaftsdemonstration beteiligt. Zusätzlich beteiligte sich Aktivisten auch an der „Revolutionären 1. Mai Demonstration“ in Köln-Kalk, an der sich in diesem Jahr mehr als 3.500 Menschen beteiligten und die wie in den Vorjahren auch mehrfach von der Polizei angegriffen wurde. Gemeinsam und entschlossen wurde diese Demonstration verteidigt, die Polizei teilweise zurückgedrängt. Vom Lautsprecherwagen wurde in einem Beitrag die kämpfenden Maoisten der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) und der Volkskrieg in Indien gegrüßt.


Zusätzlich fand im Kölner Stadtteil Görlinger-Zentrum, wo sich seit Monaten Nachbarn gegen die Schikanen der städtischen Baugesellschaft organisieren, eine Kundgebung des Roten Bundes auf dem zentralen Platz des Viertels statt.

Roter Bund Kundgebung Görlinger-Zentrum

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