Erste Reflexionen zum Ende der WM in Mexiko

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Erste Reflexionen zum Ende der WM in Mexiko

Mit dem Ausscheiden der mexikanischen Mannschaft in der FIFA-WM neigen sich die in diesem Land auszutragenden Spiele dem Ende. Die Front des Volkes – Rote Sonne hält dazu in ihren „Breves Iniciando Semana“ fest (inoffizielle Übersetzung):

– Erstens ist es der Mühe wert festzuhalten, dass die FIFA ein Event ist, das von den großen internationalen Monopolen organisiert ist und in ihrem Dienst. Das macht aus der „Feier“ einen exklusiven Akt zu dem nur die privilegierten Klassen Zugang haben und schon die Kosten der Eintrittskarten der Stadien ist Beweis dafür. Dennoch hat die FIFA, da es den Monopolen nicht gefällt zu verlieren, hat die FIFA den lokalen Firmen und Einrichtungen Lizenzen „verliehen“, und auch der Regierung von Mexiko-Stadt und anderen Staaten die Möglichkeit gegeben „die Rechte zu erwerben“ die sogenannten Fan Fests zu organisieren.

– Zweitens ist die behauptete „ökonomische Trickle-Down“ kein echtes Phänomen und viel weniger ein allgemeines das dem Arbeitvolk direkt zur Gute kommt. Nach den großen Monopolen waren die nächsten Begünstigten waren die Hotelketten, Restaurants und Bars (sowie die weiteren Firmen der mexikanischen Großbourgeoisie) die von der FIFA die Übertragungsrechte, das Bildrecht, die Logos, etc. gekauft haben. Auf der anderen Seite ist die Rede davon, dass „die Piraterie die FIFA besiegt“ betrügt nur Dumme, da diese Imitationen in Werkstätten und Lagerhallen der Bourgeoisie hergestellt werden wo den Arbeitern Hungerlöhne gezahlt werden und kein einziges Arbeitsrecht respektiert wird. Der Weiterverkauf bleibt am Ende in den Hände von Sektoren die der organisierten Kriminalität untergeordnet oder mit ihnen verbunden ist die ihnen Sklavenarbeit und Schutzgelderpressung aufzwingen.

– Drittens ist es notwendig die Aktionen als Fans verkleideten Söldnergruppen und Knüppelbanden zu denunzieren, die anfangs vom Regime einberufen wurden um als Schocktruppen gegen die Proteste zu agieren und ihnen dann außer Kontrolle des selben Staates geraten ist und Exzesse, Zerstörung und sogar den Tod von mehreren Personen inmitten der massiven Feste verursachten. In Mexiko-Stadt allein ist der Blutzoll mindestens vier Tote und 1.615 Verletzte, von denen 28 ins Krankenhaus mussten. Es gab auch Gewaltvorfälle in anderen Staaten.

– Viertens hat die Regierung von Claudia Sheinbaum tatsächlich die selbe Strategie angewandt, die die Regierungen von Gustavo Díaz Ordaz (Olympiade 1968 und FIFA 1970) und Miguel de la Madrid Hurtado (FIFA 1986) seinerzeit gegen die sozialen Proteste anwandten. GDO tat dies damals gegen die Gewerkschafts- und Studentenbewegung; MMH gegen die städtische Volksbewegung und die Opfer des Erdbebens von 1985; und heute tut CSP das gegen die CNTE (Coordinadora Nacional de los Trabajadores de la Educación, Nationale Koordination der Erziehungsarbeiter), die FECSM (Federación de Estudiantes Campesinos Socialistas de México, Föderation der Sozialistischen Bauernstudenten Mexikos), die suchenden Mütter und Familien, und die weiteren mobilisierten Teile des Volkes. Im Gegensatz zu Díaz Ordaz und de la Madrid die beiden den jeweiligen Eröffnungsfeier gehörlich ausgebuht wurden, zog Sheinbaum es vor sich den Verruf zu sparen versteckte sich lieber unter ihren Unterstützern an für sie sicheren Orten. Die Sicherheitsstrategie des Regimen wurde schon vor Monaten vom Duo Sheibaum-Brugada angekündigt (und von der Gringo-Botschaft in unserem Land angenommen). Diese Strategie – die bei den Anti-Gentrifikations-Demonstrationen verfestigt wurde – wurde während den Protesten gegen die Weltmeisterschaft perfektioniert, bei der es eben so um minimalisieren und unsichtbar machen, wie um kriminalisieren und offener Repression gegen diejenigen die kämpfen.

Heute ist die WM für Mexiko endlich zu Ende, aber die Kosten für unser Volk sind sehr hoch. Es wird die Mühe wert sein eine weitergehende und autokritische Analyse seitens der Volksbewegung anzustellen die uns erlauben wird das Gewicht unserer Aktionen für künftige Kämpfe gegen das Regime zu quantifizieren. Die WM ist für Mexiko zu Ende, aber der Klassenkampf geht weiter.

Den Generalstreik des Nationalen Widerstands gegen den alten Staat und den Imperialismus vorbereiten!

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