Mehrere hunderttausend junge Arbeiter haben in diesem Sommer eine Ausbildung begonnen. Aber immer mehr Berufsanfänger sind unzufrieden in ihrem zukünftigen Job, wie eine Studie des DGB zeigt. Die Anzahl der „Zufriedenen“ sank demnach auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren. Es zeigt sich in der Studie, dass die Verschärfung der Ausbeutung auch die jungen Arbeiter trifft.
Mehr als die Hälfte klagen zurecht über Leistungsdruck, Personalmangel, Schichtdienste, Probleme mit Vorgesetzten. Es fehlen gute fachliche Anleitung, planbare Arbeitszeiten, ausreichend Zeit für Erholung und Aufgaben, die dem Ausbildungsziel dienen.
Die Hälfte beschwert sich richtigerweise über zu wenig Lohn und mehr als ein Drittel lebt in schlechten Wohnverhältnissen.
Ebenfalls mehr als ein Drittel der teils minderjährigen jungen Arbeiter leistet regelmäßig Überstunden. Etwa die Hälfte von ihnen erhält dafür lediglich Freizeitausgleich. 27,5 Prozent konnten nicht beantworten, in welcher Form Überstunden in ihrem Betrieb ausgeglichen werden, was anzunehmenderweise bedeutet, dass sie nicht ausgeglichen werden. 16,3 Prozent der Befragten müssen in ihrem Betrieb außerdem Tätigkeiten übernehmen, die nicht zu ihrer Ausbildung gehören. Auch dies ist ein neuer Rekordwert.





