Solidarität mit dem Kollektiv Zwickau

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Solidarität mit dem Kollektiv Zwickau

Am heutigen Dienstag gab es einen ziemlich heftigen Angriff auf Aktivisten in/aus Zwickau. Ziel der Reaktion waren angebliche Mitglieder des Kollektiv Zwickau. Wir verurteilen diesen Angriff des deutschen Staates vollumfänglich und möchten den Angegriffenen unsere Solidarität versichern. Die Inhaftierten müssen sofort freigelassen werden.

Was uns bislang bekannt ist, sind die Berichte der reaktionären Presse. Demnach gab es wohl Razzien in vier Bundesländern, die sich gegen das „Kollektiv Zwickau“ gerichtet haben sollen. Die Polizei operierte dabei im Landkreis Zwickau, in Thüringen (Saalfeld), Leipzig, Bremen, Hamburg und in Dresden.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus- Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamts Sachsen behaupten es bestehe der „Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Bei den Razzien gegen zwölf Beschuldigte wurden den Presseberichten zufolge rund 20 Wohnungen durchsucht und fünf junge Männer festgenommen, zwei sollen in Untersuchungshaft gekommen sein, einer davon, weil er angeblich „während der Durchsuchungsmaßnahme einen Polizeibeamten tätlich angriff“.

Die weiteren erhobenen Vorwürfe gegen die Aktivisten sind „Angriffe auf politische Gegner“, „gefährliche Körperverletzung“, „Raub“ und „schwerer Landfriedensbruch“. Mit Verlaub, so muss Antifaschismus eben in einigen Teilen dieses Landes aussehen, insbesondere auch weil die deutsche Reaktion nach der Annektion der DDR in dieser Region massiv faschistische Strukturen aufbaute, unterstütze und lenkte und dies bis heute tut.

Dieser Angriff ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Februar 2025 gab es ähnliche Angriffe der Reaktion auf Aktivisten in Dresden, Saalfeld, Zwickau und Schwarzenberg. Es gab Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und daraus entstehende nicht unerhebliche Gerichts- und Verfahrenskosten. Kurz zuvor griffen Faschisten des Nachts Lokale in der Zwickauer Innenstadt an. Darunter auch Räumlichkeiten in der Inneren Plauenschen Straße, welche vom Kollektiv Zwickau genutzt werden. Die Eingangstür wurde mit einem großen Pflasterstein eingeworfen und es wurde versucht sie aufzubrechen. Davor gab es monatelange (vergebliche) Einschüchterungsversuche gegen die Aktivisten.

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