Hamburg: GenZ Protest – eine erfreuliche Entwicklung

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Hamburg: GenZ Protest – eine erfreuliche Entwicklung

Hiermit teilen wir einen Beitrag, der uns zugeschickt wurde:

Am Samstag Nachmittag versammelten sich schätzungsweise 10.000 Menschen bei der „GenZ“-Demonstration durch die Hamburger Innenstadt. Dabei waren Menschen allerhand politischer Couleur bei der Demonstration versammelt. Vor allem gab es einen signifikanten Unterschied darin wer am Anfang der Demonstration und wer am Ende dabei war.

Während zu Beginn alles dabei war, was sich irgendwie zeigen wollte, kam es ab der Hälfte der Demonstration zu einem Wechsel der Teilnehmenden. Sobald es irgendwie danach ausschaute, dass es kämpferisch werden sollte, beziehungsweise sich die gerechtfertigte Wut der Jugend der Arbeiterklasse zu äußern begann, nahmen die „gemäßigten“ Kleinbürger langsam aber sicher reißaus.

Was im Nachhinein in der Bürgerlichen Presse als „im Allgemeinen friedliche Demonstration mit einigen Ausschreitungen aufgrund von Krawallchaoten mit migrantischem Hintergrund“ bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit kein schlechtes Stimmungsbild der Jugend in Hamburg. Die Jugend der Arbeiterklasse, und die migrantischen Arbeiterkinder bilden einen großen Teil der ärmsten Teile der Arbeiterjugend, hatte diesen Tag endlich ihre Wut und Entrüstung auf die Straße bringen können. So wie traditionell am 31. Oktober in den Arbeitervierteln, brachten sie ihre Wut und ihren Kampfeswillen auch in die Hamburger Innenstadt. Ein Kontingent des Roten Bundes nahm ebenfalls an der Demonstration teil, und die Fahne der Antiimperialistischen Liga, schwang im Kampf der Hamburger Jugend mit.

Aus Angst vor den rebellierenden Massen, hatte die Hamburger Polizei zwei Überwachungsdrohnen und zwei Wasserwerfer parat gestellt. Nachdem sie zum Ende der Demonstration, am Steindamm, mit einer vergleichsweise moderaten Zahl an Bereitschaftsbullen die unschlüssigen Demoteilnehmer davon jagte, löste sie den vereinzelten aber nicht kleinen Kampf in den Nebenstraßen aus.

Verglichen mit den 1. Mai Demonstrationen vor mehr als einem Jahrzehnt, schien die Menge und Qualität der Kämpfe der Massen, sowie der Repression deutlich geringer. Die Wut der Massen und der revolutionäre Willen, die sich am Wochenende in Form von Kämpfen offenbart haben, zeigen eine positives Aufwachen. Vergleiche zu Frankreich oder anderen Aufständen, die gerade in Europa um sich schlagen zu ziehen, wäre jedoch übertrieben.

Ob es ein endgültiges Wachrütteln, das den Zustand der Lethargie der letzten Jahre beendet hätte, war, wird sich noch zeigen. Aber in jedem Fall ist das eine erfreuliche Entwicklung, die der jüngeren Generation die Erfahrung in der Praxis beschert hat, das die Wut und der Klassenhass auf die Straße muss.

Da einerseits die Polizei überall in Hamburg in den Arbeitervierteln zu tun hatte, und andererseits auch darauf achten musste die revolutionäre Gewalt nicht noch weiter anzufachen, schienen die Bodenkräfte der Polizei zu einem gewissem Grad nicht Herr der Lage zu sein. Nichtsdestotrotz gab es etwa 120 Festnahmen an dem Abend, und sich „zurück gehalten“ hat die Reaktion sich auch nicht. Was noch abzuwarten ist, ist die Repression, die auf Basis der Auswertung der Überwachungskameras und der Drohnen folgt. So kam es auch in den Arbeitervierteln Billstedt, Dulsberg und Harburg zu Kämpfen gegen die Polizei. Mehrere Autos und Müllcontainer wurden angezündet, und Schaufenster mit Steinen eingeworfen.

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