Die IG Metall hat Medienberichte, wonach der VW-Vorstand das Aus von vier Werken in Deutschland bereits beschlossen hat, zurückgewiesen. „Alles Unsinn, Unfug, Kokolores“, erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch.
Am gestrigen Dienstag wurde berichtet, der VW-Konzernvorstand plane, die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031, in Hannover 2032 und in Neckarsulm 2034 zu beenden. Nur falls es die Werke schafften, ihre Fabrikkosten bis Ende Juni 2027 auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu senken, würde eine weitere Belegung zumindest geprüft, hieß es unter Verweis auf ein angeblich geleaktes Papier des Vorstands. Für das „Leerlaufen“ der Produktionen brauche es demnach keine Zustimmung des Aufsichtsrates.
Von Seiten der IG Metall wurde erklärt, es entstehe der Eindruck, dass die Chefetage zunehmend den Konflikt suche. Der gleiche Gewerkschaftsbürokrat, der noch am Dienstag von brennenden Werkböden an allen Standorten fabulierte, meinte nun: „Wir wollen ihn ausdrücklich nicht.“
Niedersachsens Landesregierung (Anteilseigner von VW für den Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) im VW-Aufsichtsrat sitzt) bekräftigte derweil, sich für den Erhalt aller deutschen Standorte einsetzen zu wollen. Die Sozialdemokratie versucht es erneut mit Korporativismus: Die Landesregierung ringe weiter um eine Verständigung zwischen Unternehmen und Belegschaft. Genau das, was die IG Metall eingefordert hat. Aber aufgrund der Krise der Sozialdemokratie und ihrer daraus folgenden Marginalisierung scheint es, dass das deutsche Finanzkapital nicht mehr viel auf diesen Weg gibt. Die Widersprüche verschärfen sich, die Zeichen stehen auf Sturm.





