Am ersten August dieses Jahres hat die dänische Polizei in Tingbjerg fünfmal auf einen 22-Jährigen geschossen, als dieser fliehen wollte. Wir teilten damals eine Übersetzung eines Berichtes der revolutionären Nachrichtenseite Røde Fane (Rote Fahne) über die Aufstände in Tingbjerg die in den folgenden Tagen stattfanden.
Anstatt dass die Polizisten für ihren Mordversuch belangt wurden, wurde der 22-Jährige angezeigt. Doch selbst die bürgerlichen Gerichte mussten in Anbetracht der Videos des Vorfalls zugeben, dass er in keiner Form die Polizisten angegriffen hatte. Im selben Zuge wurde eine Ausgangssperre für Minderjährige in Tingbjerg vorgeschlagen um weitere Protestes zu erschweren.
Ein solcher Protest fand nun am 27. September in Tingbjerg statt. Røde Fane hatte zuvor den Aufruf geteilt in dem unter anderem steht:
„Dies ist nur einer der letzten Vorfälle in denen die dänische Polizei uneingeschränkte Brutalität zur Schau trugen, sowie ihre tiefe Verachtung für die Menschen, von denen sie behaupten sie zu beschützen. Immer wieder versuchen die Polizei und die Medien die Schuld auf das Volk und die Viertel die sie misshandeln zu schieben. Sie nennen unsere Straßen ‚Ghettos‘ und sie nennen unsere Nachbarn ‚Kriminelle‘ und ‚verbrecherische Jugendliche‘. Das ist ein lächerlicher Versuch die Gewalt zu rechtfertigen. Sie schreien über ein paar brennende Mülltonnen auf, als wären sie in irgendeiner Art und Weise zu vergleichen damit, wie sie unsere Viertel demütigen und terrorisieren.“


Die Genossen berichteten, dass sich an diesem Tag 200 Menschen versammelten, unter der Beteiligung der Antiimperialistischen Aktion, der Antifaschistischen Aktion, mehrere Gruppen von Active for Palestine, dem somalischen Verein in Dänemark und weiteren.



In den Reden wurden von diesen, sowie von Angehörigen der von ICE in den USA Ermordeten, nicht nur die Polizeigewalt denunziert, sondern diese auch im Kontext der systematischen Unterdrückung der Ausgebeuteten in Vierteln wie Tingbjerg, die vom dänischen Staat als „Ghettos“ bezeichnet werden. Sie wehrten sich auch gegen die Vertreibungspläne aus dem Viertel und trugen die Vereinigung der Nachbarn zur Schau. Alle betonten die Notwendigkeit sich in den Vierteln zu organisieren,




