Am 07.05. versammelten sich hunderte Menschen zu einer kraftvollen Demonstration gegen Polizeigewalt.

Nachdem am 02.05. ein 47-Jähriger von Polizisten ermordet worden war, begann die Demonstration mit einer Kundgebung am Marktplatz, keine 50 Meter entfernt von dem Ort, an dem der Mann von den Bullen zu Boden gebracht und totgeschlagen wurde. Die Polizei wurde wohl von einem Arzt des Zentralinstituts für seelische Gesundheit gerufen und auf seinen Patienten aufmerksam gemacht, der hilfebedürftig sei. Die Schweine überwältigten dann den Mann und schlugen auf seinen Kopf ein. Was jeder in den Videos, die Umstehende von der Tat machten, sehen kann, erforderte für die Polizei wohl einen Obduktionsbericht. An der Leiche seien „Spuren stumpfer Gewalt“ festgestellt worden. Die Bullen und die bürgerliche Presse überbieten sich dabei gegenseitig mit Absurditäten. Man müsse erst noch feststellen, warum genau der Mann „kollabiert“ und „reanimationspflichtig“ geworden sei. Es ist immer die selbe Leier. Die Lakaien des bürgerlichen Staats morden und sofort beginnt eine Kampagne gegen das Opfer. Der Verstorbene habe den Weisungen der Polizei, stehenzubleiben nicht Folge geleistet. Er sei „aus unbekannten Gründen kollabiert“. Nach wie vor schreiben Zeitungen in Konvergenz mit der uniformierten Mörderbande, es sei „weiter unklar, ob der 47-Jährige eines gewaltsamen oder eines natürlichen Todes gestorben sei“. Fakt ist: Die Bullen haben auf einen am Boden liegenden Mann eingeschlagen, bis er letztendlich gestorben ist. Jeder kann das sehen. Dementsprechend groß war auch der Zulauf und die Unterstützung für die Demonstration.

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Auf der Auftaktkundgebungen wurden Reden von unterschiedlichen Gruppen und Organisationen verlesen. Unter anderem sprach auch eine Arbeitskollegin des Ermordeten.

 

Anschließend zogen Hunderte in einer überaus kämpferischen und entschlossenen Demonstration durch die Mannheimer Innenstadt. Nach Angaben unabhängiger Journalisten beteiligten sich etwa 1500 Menschen, die Polizei spricht von 900. Permanent wurden dabei Parolen gerufen wie „Lügner, Mörder, Bullenschweine!“ oder „BRD, Bullenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt!“ Der Ausdruck der Demonstration wurde verstärkt durch das wiederholte Abbrennen von Pyrotechnik. Aus der Demonstration heraus wurden außerdem Angriffe gegen das Polizeirevier und das Landgericht durchgeführt. Farbbeutel, Flaschen und Feuerwerkskörper wurden von Demonstrationsteilnehmern geworfen. Außerdem wurden mit Sprühdosen mehrere Male die Aufschriften „ACAB“ und „Mörder“ angebracht. Auch eine Filiale der BB Bank und von Credit Plus wurden mit Farbe verschönert und Fenster selbiger eingeschlagen.

Wie gut die Massen verstehen, dass die Rebellion gegen dieses System gerechtfertigt ist, wurde während der Demonstration wiederholt unter Beweis gestellt. Umstehende begrüßten die Demonstration oft mit großem Enthusiasmus und jubelten angesichts der Aktionen, die aus der Demo heraus gemacht wurden.

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Mit einer Abschlusskundgebung am Marktplatz endete die Demonstration. Dabei wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass künftig jeden Montag Aktionen vor Ort geplant sind, bis es lückenlose Aufklärung gibt und der Mörder benannt und verurteilt ist.

 

Die Bullen waren zwar mit einem massiven Aufgebot in den Seitenstraßen vertreten, hielten sich aber sehr bedeckt und wagten es nicht, die Demonstration anzugreifen. Ein solcher Angriff hätte für sie sicher zu einer blutigen Nase und zu einer vernichtenden politischen Niederlage geführt.