Mieten steigen rasant

1–2 Minuten
Mieten steigen rasant

Neben der hohen Inflation von deutlich über drei Prozent, der die Lebenshaltungskosten im allgemeinen drastisch erhöht, steigen jetzt auch die Mieten in Deutschland kräftig an. Bundesweit legten die Mietpreise im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ganze 3,7 Prozent zu. Alleine im Vergleich zum zweiten Quartal diesen Jahres betrug der Anstieg 1,2 Prozent.

Besonders stark stiegen die Mieten für Bestandswohnungen, die bereits vorher einmal vermietet waren, während sie bei Neubauten weniger stark zulegten. Dabei gibt es regional große Unterschiede: unter den acht größten deutschen Städten verteuerten sich die Mieten gegenüber dem vorherigen Quartal 2026 am stärksten in Berlin und Düsseldorf. Sie legten um 2,1 bzw. 2 Prozent zu. Verglichen mit dem Vorjahresquartal (Q3 2025) sind die Mieten mit 6,7 Prozent am stärksten in Hamburg gestiegen. Außerhalb der acht größten Städte legten die Mieten in Bochum, Augsburg und Mannheim am kräftigsten zu. Das Plus in diesen drei Städten lag zwischen 5 und 6,3 Prozent.

⁠Die teuerste Stadt Deutschlands für Mieter bleibt mit großem Abstand München mit einer ‌durchschnittlichen Kaltmiete von 23,70 Euro pro ​Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt am Main (17,90 Euro) und Hamburg mit 16,50 Euro. Die günstigste von der bürgerlichen Statistik erfassten Stadt ​ist ​Chemnitz mit 6,30 Euro. Insgesamt geht der Trend klar nach oben.

Die steigenden Mietpreise werden insbesondere die ärmeren Volksmassen besonders treffen, da sie durchschnittlich besonders viel Miete im Vergleich zu ihren Löhnen zahlen müssen. Bei Einkommen bis 1.500 Euro liegt der Anteil bei rund 45 Prozent, bei Einkommen zwischen 1.500 und 3.000 Euro sind es nach Angaben des Statistischen Bundesamt zwischen einem Drittel und einem Viertel. Bei Einkommen über 4.000 Euro liegt der Anteil bei lediglich 15 Prozent.

KATEGORIE: ,
Es sind keine anstehenden Veranstaltungen vorhanden.
Benachrichtigungen aktivieren OK Nein, danke