Vergangenen Samstag jährte sich erneut der Todestag des Düsseldorfer Kommunisten Hilarius Gilges, der im Alter von 24 Jahren von Mitgliedern der SA und der SS gefoltert und ermordet wurde.
Hilarius, der vermutlich Sohn eines afrikanischen Rheinschiffers war, trat mit 16 Jahren dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands bei und arbeitete für diesen als Agitator in einer Theatergruppe. Nach einer Straßenschlacht, bei der ein Faschist starb, wurde er zunächst 1931 für Waffenbesitz und Körperverletzung verurteilt. Nach seiner Haft arbeitete er weiter als Agitator, teilweise im Untergrund, was sich wegen seines Bekanntheitsgrades und seiner Hautfarbe sehr kompliziert gestaltete, bis er am 20. Juni 1933 von der SA und der SS aufgespürt und zu Tode gefoltert wurde.
In Erinnerung an diesen Genossen organisieren Revolutionäre in Düsseldorf jährlich am Jahrestag seiner Ermordung einen Gedenkrundgang zu den Orten in Düsseldorf, wo er gelebt und gearbeitet hat und wo er ermordet wurde. In diesem Jahr wurde im Rahmen der Aktivität insbesondere auch der Brückenschlag gemacht zum Tag des Heldentums in Peru, dessen 40. Jahrestag am Vortag, dem 19. Juni, war.





