Aldi kündigt Gewerkschafter

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Aldi kündigt Gewerkschafter

Die Aldi-Regionalgesellschaft Lehrte, für die rund 2.500 Arbeiter im Logistikzentrum in Lehrte sowie in Filialen zwischen Rinteln, Hannover, Braunschweig und Wolfsburg schuften, hat vor Kurzem einem Betriebsratsmitglied gekündigt.

Unter dem Vorwand von „Arbeitszeitbetrug“ sprach Aldi die fristlose Kündigung am 20. Juli gegen den Mann aus, der zuletzt eine Filiale in Braunschweig leitete.

Erst seit dem 12. Mai übte der Gewerkschafter seine Betriebsratstätigkeit in Vollzeit aus. Mit Aldi habe er vereinbart, die Filiale bis zum 31. Juli weiter zu leiten, um einen geordneten Übergang zu ermöglichen. Konkrete Regelungen für diese Übergangszeit gab es jedoch nicht.

Allerdings musste der Betriebsrat seine Arbeitszeiten nachträglich erfassen, um seine Tätigkeit als Filialleiter und seine Betriebsratstätigkeit getrennt voneinander zu dokumentieren. Aldi hat dann die Aufzeichnungen später als nicht ausreichend nachvollziehbar beanstandet.

Für die übrigen Betriebsratsmitglieder, die ihre Betriebsratstätigkeit in Vollzeit ausübten, gilt unterdessen Vertrauensarbeitszeit und somit keine Dokumentationspflicht. Offensichtlich will Aldi hier einen unliebsamen Gewerkschafter loswerden.

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