Jens Spahn und Ehemann Daniel Funke sind nun glückliche Eltern – Leihmutterschaft sei dank.
Wir haben diesen Leserbrief zur aktuellen Debatte um Jens Spahn und Leihmutterschaft erhalten, den wir teilen wollen. Er wurde vor Ankündigung seines Rücktritts geschrieben:
In Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten. Die gewerbliche sowie die altruistische, d.h. aus „Selbstlosigkeit“. Während die gescheiterte sogenannte Ampelkoalition unter der Führung der SPD eine Legalisierung der altruistischen Leihmutterschaft prüfen wollte, steht dieser Punkt nicht mal im Koalitionsvertrag zwischen der CDU/CSU und der SPD. Die CDU/CSU ist ein klarer Gegner dieser und lässt dazu auch keine Diskussionen zu. Auf dem Parteitag Anfang diesen Jahres hieß es noch:
„Angesichts ethischer, rechtlicher und praktischer Bedenken gegenüber Leihmutterschaft bekräftigt die CDU Deutschlands ihre Forderung, Leihmutterschaft – auch in altruistischen Modellen – in Deutschland weiterhin zu verbieten, um Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken zu verhindern.“
Jetzt hat sich Unionsfraktionsvorsitzender und wahrscheinlich Deutschlands bekanntester reaktionärster männerliebender Frauenhasser Jens Spahn zusammen mit seinem Ehemann ein Kind in den USA gekauft. Ausgetragen wurde dieses durch eine Leihmutter. Stolz verkündete er: „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm“. Klar handelnd gegen seine parteipolitische Linie, die auch er selbst noch bis vor kurzem vertreten hat. In einem Podcast der Bildzeitung, versucht er jetzt auch noch Mitleid zu erheischen, denn er habe wirklich lange mit sich gerungen (https://www.rtl.de/news/baby-per-leihmutter-jetzt-spricht-jens-spahn-id31072775.html). Feigheit mag es hier wohl am besten treffen, aber auch ein tiefes Vertrauen, dass ihm sowieso niemand irgendetwas kann. Außerdem habe er sich ja für die USA entschieden, da dort die Regelungen so streng wären. Kritik weist er zurück.
Dementsprechend groß ist der mediale Aufschrei, nach dem Motto „Wie kann er nur?!“.
Ja, wie kann er nur?
Erstmal ist er als bürgerlicher Politiker niemandem etwas schuldig. Sich an die Parteilinie zu halten, ist nett, aber keine Selbstverständlichkeit bei den bürgerlichen Parteien. Jedes Entsetzen darüber ist doch Geheuchel, seien wir mal ehrlich.
Außerdem hat Jens Spahn bereits in der Vergangenheit schon einmal gezeigt, dass es ihm vor allem um eines geht: sich selbst. Mit seinen illegalen Maskendeals während des Ausnahmezustandes, für die er einen Haufen Kohle einstrich, hat er das sehr deutlich gezeigt und hat bis heute keinerlei Reue gezeigt. Und macht weiter fleißig innerhalb der CDU Karriere. Irgendwelche Konsequenzen gibt es bis heute nicht für ihn.
Dass er sich jetzt also ein Kind im Ausland kauft, und dann nach Deutschland bringt, überrascht wenig, vor allem da bei seinem geschätzten Millionenvermögen die Kosten der US-Leihmutter von ca. 100.000 bis 250.000 US-Dollar für ihn ein Klacks sein sollten. Als Teil der Bourgeoisie ist er genau Zielgruppe dieses Angebots des Menschenhandels. (vgl. DVD-Artikel: https://demvolkedienen.org/de/2017/04/willst-du-ein-kind-musst-du-zahlen/ ; https://demvolkedienen.org/de/2024/04/ampel-pruft-legalisierung-der-leihmutterschaft/) Und als Teil dieser sieht er sich nicht nur über dem Gesetz stehend, sondern steht auch in der Tat darüber bzw. kann die Lücken, die in vielen Gesetzen bestehen, mithilfe von Geld ausnutzen. Dass er das tut und das jetzt sogar bei einigen seiner Parteikollegen zu Rücktrittsforderungen an ihn führt, ist dabei nicht sonderbar. Es zeigt viel mehr die Abgehobenheit und die Verachtung so vieler bürgerlicher Politiker für das Volk und die tatsächlichen Angriffe darauf.
Denn auch, wenn bei Leihmutterschaften aus den USA gerne darauf verwiesen wird, dass es strenge Regelungen gibt, so besteht das Groß der Leihmütter auf der Welt aus Frauen aus den unterdrückten Ländern, die auf das krasseste ausgebeutet werden, deren Körper als Gebärmaschine für degenerierte Menschen aus den imperialistischen Ländern dient, die sich wortwörtlich als Parasiten an den Körpern der Frauen laben. Das ist an imperialistischem Parasitismus, Frauenhass und Entwürdigung schwer zu übertreffen! Egal ob legal oder illegal!
Ganz genau das passt aber in das Muster von Jens Spahn: Er positioniert sich klar gegen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, aktuell vor allem in der Frage von Abtreibungen, und da ist es nur konsequent, dass man eine Frau als Brutkasten benutzt.
Fotoquelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/schockverliebt-jens-spahn-im-babyglueck-mit-hilfe-einer-leihmutter/100240532.html





