Am Montag, dem 29. Junikam es zu umfangreichen Protesten in Istanbul. Während eines Vorbereitungstreffen für den NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara, das in Istanbul stattfand, gab es trotz umfangreicher Polizeischikanen an mehreren Orten Demonstrationen. Dabei wurde vehement Widerstand gegen die NATO artikuliert, was auch zu Angriffen durch die Polizei führte. Bei den Polizeiangriffen wurden etwa 90 Demonstranten festgenommen.
Gouverneure dreier weiterer Provinzen in der Türkei haben im Vorfeld des NATO-Gipfels in Ankara Demonstrationen und Veranstaltungen verboten. Sie begründeten dies mit angeblichen „Sicherheitsbedenken“. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wird weiter stark eingeschränkt.
Am Dienstag, dem 30. Juni, fand in Innsbruck, Österreich, eine antiimperialistische Mobilisierung der Allianz gegen NATO und imperialistischen Krieg (PAN-IW) statt. Bei dem Protest wurden auch die Angriffe auf fortschrittliche Menschen in der Türkei denunziert und verurteilt. Am 23. Juni wurden Hunderte nach einer Serie von Razzien verhaftet, mindestens 69 blieben danach per Gerichtsentscheid eingekerkert.
Unter den Gefangenen sind einige PARTIZAN-Leser:
Rümeysa Ay und Yaren Şeker sitzen im Frauengefängnis „Sincan Kadın Kapalı Ceza İnfaz Kurumu“ in Sincan/Ankara. Faik Hamarat, Halil Horoz und Vuruşkan Fındık sitzen im F-Typ-Gefängnis „Sincan 1 Nolu F Tipi Yüksek Güvenlikli Ceza İnfaz Kurumu“ in Sincan/Ankara.






