Auch in Hamburg wird der Staat immer reaktionärer. Nun soll es in der Stadt ein Netz von Drohnen geben, ferngesteuert aus der Zentrale der Polizei. Hamburgs Senat führt hier mal eben eine Neuerung ein, die das Leben der Menschen außerhalb der eigenen Wohnung weitgehend ausspioniert. Doch es wird nicht als solche Maßnahme publiziert.
In einem Nebensatz erwähnten Finanzsenator und Bürgermeister bei der Haushaltsvorstellung Ende Juni, dass die Stadt Polizeihubschrauber einsparen könne, weil sie in Drohnen investiere. Dabei geht es hier nicht ums Sparen, sondern um Kontrolle. Daraum baut in Hamburg die Polizei ihr optisches Überwachungsnetz aus.
Polizeipräsident Falk Schnabel erklärte: „Ziel ist es, ein flächendeckendes Drohnennetz über Hamburg zu spannen.“ Diese sollen stadtweit auf allen Dächern von Polizeiwachen geparkt und per Fernbedienung von der Polizei-Einsatzzentrale in Hamburg-Alsterdorf gesteuert werden.
Solcherlei Drohnen, von denen bisher 36 Stück des Modells „Autel EuvoMax 4T“ und des Herstellers DJI angeschafft wurden, sind leiser und unauffälliger und können genauer beobachten als die alten Hubschrauber der Polizei, die nun ausgemustert werden sollen.
Ein Beispiel dafür: Der Einsatz einer Polizeidrohne vergangenes Silvester in Steilshoop. Die Polizei befürchtete dort „Ausschreitungen“, aber der Hubschrauber konnte wegen des Wetters zur relevanten Zeit nicht starten. „Wir hatten also auch ohne Hubschrauber die Augen in der Luft“, so Polizeichef Schnabel.





