Bauernproteste in Rumänien

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Bauernproteste in Rumänien

Tausende Bauern in Rumänien haben erneut auf dem Platz vor dem Regierungssitz in Bukarest protestiert und dort ein Protestcamp organisiert. Bereits am 30. Juli hatten Tausende Hirten vor der Veterinärbehörde demonstriert. Im Anschluss kam es zu kämpferischen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Einige Bauern berichteten später davon ihr Protest sei von Reaktionären gekapert worden.

Ihr Protest richtet sich gegen ein Exportverbot der EU-Kommission. Nach Ausbrüchen der „Pest der kleinen Wiederkäuer“ und der „Schafpocken“ hatte Brüssel im Juni die Ausfuhr lebender Schafe und Ziegen aus Rumänien bis Ende 2026 untersagt.

Die Bauern fordern nun ein Ende der Vernichtung ganzer Herden und sie wollen Entschädigungen – die ihnen zustehen, aber trotzdem nicht gezahlt werden. Die Preise für Schafe haben sich in den vergangenen Monaten halbiert.

Ein weiteres Problem der rumänischen Bauernschaft ist eine anhaltende Dürre. Darum sind nicht nur Vieh- sondern auch Ackerbauern beim Protest in Bukarest mit dabei. Wegen der Trockenheit gebe es kein Futter mehr für die Viehzucht, was die brenzlige Situation zusätzlich erschwert.

Die Frage, warum ganz Rumänien abgesperrt werde, während in Kroatien oder Ungarn nur betroffene Gebiete von den Maßnahmen betroffen sind, wird aus Brüssel mit lapidar mit einem angeblichen Schwarzhandel beantwortet.

Der gegenwärtig geschäftsführende Agrarminister Barna Tánczos bleibt komplett untätig. Die Regierung an sich nahm die 16 Forderungen der Demonstranten lediglich „zur Kenntnis“ und behauptete frech, es sei kein repräsentativer Verband auf dem Platz anwesend gewesen.

Die Keulungen sollen weitergehen, finanzielle Unterstützung wird es nicht geben, weil dafür erst der Haushalt überprüft werden müsse. Die eigentlich fest zugesagten Dürrehilfen wird es nicht geben, das hatte Interimsminister Barna schon Anfang September verkündet.

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