Mercedes droht mit Werksschließung

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Mercedes droht mit Werksschließung

Der Vorstand von Mercedes hat mit der Schließung eines deutschen Produktionswerks gedroht, falls der Betriebsrat einen umfassenden Sparplan nicht mitträgt, so Berichte.

Mercedes fordert bekanntlich eine Abkehr von der 35-Stundenwoche hin zur 40-Stundenwoche, ohne Lohnausgleich, d.h. eine faktische Lohnkürzung von 12,5 Prozent. Gleichzeitig könnten eben so viele Arbeiter rausgeschmissen werden, wie der Rest unbezahlte Mehrarbeit leisten muss.

Außerdem will Mercedes alle Entgeltbestandteile und Sonderzahlungen, wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld streichen.

Mercedes droht den Automobilarbeitern mit der Verlagerung der Produktion nach Osteuropa. Die sowieso längst im Gange ist, z.B. nach Ungarn ins Werk in Kecskemet zeigt, wo die Produktionskapazität verdoppelt wurde.

Das auch die mittleren und höheren Schichten der Arbeiterklasse im Ziel des Finanzkapitals sind, um deren Krise auf ihre Schulter abzuladen, stößt vermehrt auf Widerstand. Am 15. Juli 2004 streikten und demonstrierten 20.000 Arbeiter bei Mercedes. 

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