Uni Hamburg streicht hunderte Studienplätze

1–2 Minuten
Uni Hamburg streicht hunderte Studienplätze

675 Studienplätze werden von der Universität Hamburg getrichen, weil das Budget, welches die Stadt zur Verfügung stellt, einfach nicht ausreicht.

Hamburgs Wissenschaftssenatorin Blumenthal, Grüne, hatte schon Anfang des Jahres vorgeschlagen, dass wenn die Uni Hamburg mit ihrem Geld nicht hinkomme, möge sie doch Studienplätze abbauen. Die neuste Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Uni liegt nun vorab bürgerlichen Zeitungen vor, die darüber berichten, und der neuen ZLV zufolge sinkt die Zahl der Studienanfängerplätze deutlich, von 9.485 auf 8.810 im Jahr 2028. Bei real vorhandenen 9.823 Studienanfängern im vergangenen Jahr 2025, sinkt die Zahl der Plätze sogar um über 1.000.

Die Uni Hamburg kriegt immer weniger Geld 2027 werden es rund 365 Millionen Euro einschließlich einer Sonderzuweisung im Baubereich sein. Im Jahr 2028 sollen es dann nur noch 360 Millionen Euro sein.

Der Universitätspräsident Heekeren erklärt offen, dass die Entwicklung der Finanzierung nicht an die wachsenden Aufgaben und notwendigen Investitionen angepasst werde. Trotzdem scheint er darin keinerlei Probleme zu erkennen denn durch das verordnete Sparpaket werde ein Strukturprozess initiiert, um eine „resiliente, moderne und effizient organisierte Universität“ zu gestalten.

Auch die Hafencity-Uni und die Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) bauen bis 2028 hunderte Studienplätze ab.

Diese Reduzierungen erscheinen angesichts der staatlichen Prognosen zur Entwicklung der Studierendenzahlen fragwürdig. So erwartet die Kultusministerkonferenz zumindest stabil bleibende Studierendenzahlen. Die Prognose für Abiturienten sagt für Hamburg sogar einen deutlichen Anstieg voraus, auf rund 10.100 in 2028.

Aus Studierendenkreisen wurde angekündigt, die Proteste gegen die Kürzungen auch im Herbst weiter zu führen.

KATEGORIE: ,
Benachrichtigungen aktivieren OK Nein, danke