Bremen: Kämpferische Aktion gegen die Feierlichkeiten des deutschen Imperialismus

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Bremen: Kämpferische Aktion gegen die Feierlichkeiten des deutschen Imperialismus

Eine verbrannte Fahne, vier verletzte Polizisten, vierzig kämpferische Festgenommene, ist die kurze numerische Bilanz der kraftvollen Aktion der Antiimperialisten in Bremen gegen das chauvinistische Spektakel, das der deutsche imperialistische Staat organisiert.

Im Zuge ihrer Feierlichkeiten der Annexion der DDR haben die Herrschenden der BRD ihre Militarisierungs- und Reaktionarisierungspläne zur Schau getragen. Ganz Bremen wurde über Tage in einen Besatzungszustand versetzt, vor allem polizeilich aber mit der „Blaulichtmeile“ der Feierlichkeiten auch von der Bundeswehr und sogar der US-Armee.

Unterschiedliche Kräfte hatten gegen dieses Spektakel protestiert: Am 2. Oktober wurde unter anderem eine verhältnismäßig große Demonstration von sogenannten „anti-deutschen“ und „anti-nationalen“ Kräften organisiert. In der Nacht vom 2. auf den 3. fanden einige Scharmützel im Viertel, wo die linke Szene Bremens konzentriert ist, statt. Am Tag der zentralen Feierlichkeiten selbst haben einige Gruppen im besten Sponti-Charakter eine gute Aktion durchgeführt, die viel Aufmerksamkeit in den lokalen Medien bekommen hat. Andere Kräfte realisierten auch Infostände und weitere Aktionen.

Auch die Aktion des Roten Bund hat an diesem Tag viel Aufmerksamkeit in der Presse, vor allem wegen der unproportionalen Aggression der Schlägertruppen in blau. Eine überschauliche aber stark entschlossene Demonstration von Antiimperialisten, wie Partizan, Seeds of Palestine und das Offene Antikapitalistische Treffen Oldenburg die dem Aufruf des Roten Bundes gefolgt sind, wurde vom nationalen Medium Spiegel wie folgt beschrieben:

„Bei einer Demonstration am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sind in Bremen vier Polizisten leicht verletzt worden. Die Polizei hat die Kundgebung beendet. Ein Polizeisprecher sagte, die Demonstration im Bereich der Sankt-Jürgen-Straße sei gestoppt worden, nachdem Teilnehmer eine Deutschlandflagge angezündet hätten. Als die Beamten daraufhin die Personalien von Beteiligten feststellen wollten, wurden sie teilweise mit Fahnenstangen angegriffen.“

Das lokale Medium Buten un Binnen schrieb:

„Als Polizisten daraufhin Personalien feststellen wollten, seien die Beamten teils mit Fahnenstangen angegriffen worden. Mehrere Menschen kamen in Gewahrsam. Die Versammlung wurde aufgelöst. Zu der Demonstration aufgerufen hatte die kommunistische Gruppe ‚Roter Bund‘. Der angemeldete Protest richtete sich laut der Bremer Innenbehörde ‚gegen Militarismus und Kriegstreiberei’.“

Auch rabiate, reaktionäre Megaphone wie Apollo News gaben zum Besten:

„Die Kundgebung fand an der Sankt-Jürgen-Straße statt und richtete sich nach Angaben der Bremer Innenbehörde ‚gegen Militarismus und Kriegstreiberei‘. Als Teilnehmer eine Deutschlandfahne anzündeten, stoppte die Polizei die Kundgebung. Beamte wollten anschließend die Personalien der Beteiligten feststellen. Dabei wurden sie teils mit Fahnenstangen angegriffen. Vier Polizisten wurden leicht verletzt. Mehrere Teilnehmer kamen in Gewahrsam, die Versammlung wurde aufgelöst.“

Hier ließ der Staat seine Horde frei. Mehrere Hundertschaften umstellten den Startpunkt und schikanierten die Teilnehmer. Aber diese ließen sich davon und auch den massiven Angriffen auf die Demonstration nur wenige Meter nach ihrem Startpunkt nicht einschüchtern. Eine ihrer Staatsfahnen, mit dem Bundesadler drauf, ging in Flammen auf. Währenddessen trugen die Genossen klar auf die Straßen, dass das gegen den deutschen Imperialismus und seine Neuauflagen der Großmachtspläne passiert. Das passiert Seite an Seite mit den Klassengeschwistern in Lateinamerika und Asien die in ihren heldenhaften Kämpfen zeigen, dass es kein „Weiter So“ für den Imperialismus gibt. Das passiert als Teil der internationalen Aktionswoche in Solidarität mit dem indischen Volk, dass seit Jahrzehnten den völkermörderischen Kampagnen des alten indischen Staates widersteht.

Die Genossen waren voll von revolutionärem Optimismus, proletarischem Internationalismus und Entschlossenheit. Über Stunden schallten Parolen wie „Hoch die Internationale Solidarität!“, „Lal Salaam!“ oder „Viva, viva Palästina!“ über den Platz, worin die solidarischen Umstehenden einstimmten. Auch die Internationale wurde angestimmt. Keine stundenlange Schikane konnte das abschwächen.

Während die faschistischen Knüppelknechte ihre schwarzen Träume ausleben wollen wurde klar gemacht, dass ihre Herrschaft nicht von Dauer sein wird. Ein Tag des Kampfes ist ein wunderschöner Tag.

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