Essen – Mord durch Arbeit – Gleisarbeiter von ICE erfasst

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Essen – Mord durch Arbeit – Gleisarbeiter von ICE erfasst

In Essen-Katernberg ist ein 39-jähriger Gleisarbeiter gestorben. Ein 28-jähriger Kollege wurde schwerverletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die beiden Männer waren am Sonntagabend mit Grünschnittarbeiten an den Gleisen beschäftigt, als ein ICE herannahte.

Gegen 23 Uhr kommt es zu dem Unfall. Eine Gruppe Gleisarbeiter arbeitet an den Bahngleisen. Ein 39-Jähriger wird von dem Zug erfasst (ICEs fahren hier mit 160km/h) und stirbt noch an der Unfallstelle. Sein 28-jähriger Kollege überlebt, schwerverletzt. Der Verletzte wird rasch mithilfe einer Drehleiter aus dem Gleisbereich geborgen und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der Verdacht der „fahrlässigen Tötung“ steht im Raum. Polizeiliche Ermittlungen laufen. Wurden die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen für die Gleisarbeiten eingehalten und haben diese ordnungsgemäß funktioniert? Denn auch während Arbeiten an den Gleisen muss der Zugverkehr weiterlaufen – meint die Deutsche Bahn. Dafür aber gibt es Verpflichtungen zu besonderen Schutzmaßnahmen, Sicherungsposten oder automatische Warnsysteme sollen die Arbeiter vor herannahenden Zügen warnen.

Gebracht haben diese Vorschriften den Kollegen wenig, ein weiteres Arbeiterleben erlosch, weil die Deutsche Bahn den Zugverkehr während Arbeiten an den Gleisen nicht – auch nicht kurzzeitig – unterbrechen will.

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