Frauenmord in Köln-Junkersdorf

1–2 Minuten
Frauenmord in Köln-Junkersdorf

Am vergangenen Donnerstag, den 15.10. wurde eine 39-Jährige Frau in Köln-Junkersdorf vermutlich von ihrem Expartner ermordet. Nachdem ein Streit zwischen den beiden ausgebrochen war, soll er sie erstochen haben. Während die Polizei noch offiziell ermittelt, ist bereits klar, dass es sich hier um einen weiteren Mord an einer Frau aufgrund von patriarchalen Ideen handelt, ob aufgrund von Besitzansprüchen oder Vorstellungen über ihre angebliche Minderwertigkeit.

Ein Kontingent der Roten Frauenbewegung beteiligte sich an einer Gedenkkundgebung im Viertel, organisiert von u.a. Solinetzwerk und Offenes Feministisches Treffen, und suchte das Gespräch mit den Anwohnern. Durchweg zeigten die Nachbarn Entsetzen über den Mord und die Tatsache, dass sie größtenteils weder medial noch über Gespräche untereinander von dem Mord mitbekommen hatten. Mehrere bekundeten Wut über die mangelnde Strafverfolgung patriarchaler Gewalt und empörten sich darüber, dass immer mehr Frauenhäuser geschlossen werden.

Die Rote Frauenbewegung verteilte ihre Prinzipienerklärung und Programm und diskutierte mit den Nachbarn und Teilnehmern über die Notwendigkeit einer klassenbewussten Frauenbewegung.

Nach der Kundgebung mit Redebeiträgen verschiedener politischer Organisationen gingen die Teilnehmer gemeinsam zur Wohnung der ermordeten Frau. Es wurden Blumen, Kerzen und Schilder mit Aufschriften wie „nehmt ihr uns eine, antworten wir alle“ niedergelegt.

KATEGORIE: ,
Benachrichtigungen aktivieren OK Nein, danke