Die Geschäftsführung des Bremer Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno) hat erklärt, dass einerseits körperliche Erkrankungen bald nicht mehr am Klinikum Bremen-Ost behandelt werden sollen. Stattdessen sollen diese Patienten im Klinikum Bremen-Mitte und am Krankenhaus in Bremen-Nord unterkommen. Mitte liegt rund 30 Autominuten vom KBO entfernt
In Bremen-Ost soll lediglich die Forensik und der Bereich für psychische Erkrankungen verbleiben. Das Klinikum Links der Weser wird zu einem ambulanten Standort.
Laut den Plänen sollen 500 Arbeiter im Gesundheitswesen rausgeschmissen werden. Die Geschäftsführung verweist auf deren finanzielle Probleme – ein Defizit von etwa 20 Millionen Euro, welches im nächsten Jahr auf 40 Millionen Euro ansteigen könnte.
Geno ist deutschlandweit einer der größten kommunalen Klinikkonzerne, d.h. im Staatsbesitz. Zu dem Konzern gehören die genannten vier großen Krankenhäuser und darüber hinaus 58 Fachkliniken, insgesamt rund 2.800 Betten und über 8.000 Arbeiter. Fast 100.000 stationäre Patienten werden in den Krankenhäusern der Geno jedes Jahr behandelt.
Bremer Krankenhäuser sind schon lange bekannt für die schlechte Behandlung, die man als Patient dort erfährt. Wer kann, verlässt die Hansestadt um sich im niedersächsischen Umland behandeln zu lassen. Die geplanten Kürzungen werden diesen Umstand noch verschlimmern und klar wird zum wiederholten Male: Eine Gesundheitsversorgung, die auf Profit und nicht auf Gesundheit zentriert, kann nur eine schlechte Gesundheitsversorgung sein, egal wie viel Engagement die Arbeiter in ihrem Beruf einbringen.




