Offiziell gilt im Gazastreifen seit Oktober 2025 eine Waffenruhe. Die erste Phase sah ein sofortiges Ende der Kämpfe, den Rückzug Israels auf eine vereinbarte Demarkationslinie und den Austausch aller Kriegsgefangenen in Händen des palästinensischen Widerstands vor. Die letzten wurden im Oktober 2025 übergeben.
Doch Israel massakriert die Menschen in Gaza weiterhin, insbesondere auch mit anhaltendem Bombenterror. Angebliche Hamas Kombattanten sind in der Regel Zivilisten, Frauen, Kinder.
Nachts zerreißt Maschinengewehrfeuer die angespannte Stille. Angeblich meist Warnschüsse, so die Darstellung Israels. In der Tat ist auch das Teil des weißen Terrors gegen die Zivilbevölkerung. Israel kontrolliert rund 60 Prozent des Gazastreifens und plant öffentlich weitere 10 Prozent zu erobern.
Israel weigert sich, den vereinbarten Wiederaufbau Gazas zuzulassen, weil der Widerstand und insbesondere die Hamas sich weigern zu kapitulieren. Im Gegenteil hat der Widerstand die zurückliegende Periode genutzt um sich zu reorganisieren, laut israelischem Militär verfüge der Widerstand über neue Kräfte und neue Waffen.
Fast zwei Millionen Palästinenser sind weiterhin unter krassen Bedingungen innerhalb Gazas vertrieben und leben auf kaum 40 Prozent des ohnehin schon winzigen, belagerten Gazastreifens. Das palästinensische Gesundheitsministerium berichtete, dass seit Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens am 10. Oktober 2025 mindestens 960 Palästinenser getötet und 2.984 verletzt wurden.
Der Völkermord Israels, befehligt und gesteuert aus den USA und von der BRD massiv moralisch und ökonomisch unterstützt, ist der Alltag des Volkes von Palästina:
Ein palästinensischer Fischer wurde am heutigen Sonntagmorgen getötet, nachdem die israelische Marine vor der Küste von Deir Al-Balah im zentralen Gazastreifen das Feuer auf ein Fischerboot eröffnet hatten.
Israelische Streitkräfte eröffneten nördlich des Flüchtlingslagers Al-Bureij im Zentrum des Gazastreifens das Feuer auf Zivilisten.
Die israelische Artillerie beschoss Gebiete im Norden des Gazastreifens sowie die östlichen Stadtteile von Khan Yunis im Süden des Gazastreifens.
Doch der Völkermord beschränkt sich nicht auf Gaza. Ein sieben Monate altes palästinensisches Baby wurde am gestrigen Samstag getötet, nachdem israelische Truppen im Gebiet Tel Rumeida in Hebron im besetzten Westjordanland das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet hatten, in dem sich seine Familie befand. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurde das Kind, zusammen mit seiner Mutter und seinem Vater schwer verletzt und später im Krankenhaus für tot erklärt. Der israelische Armeeradio berichtete, ein Soldat habe zwei Schüsse auf das Fahrzeug abgegeben und behauptet, er habe sein Leben in Gefahr gesehen. Es wurden keinerlei Beweise für die Behauptung vorgelegt.
Aktuelle Stimmen aus Gaza sind drängend:
„Ich will meine Familie zurück – die Familie, die Israel mir genommen hat.“
„Ich möchte meine Kinder begraben, die noch immer unter den Trümmern liegen.“
„Ich will, dass mein Vater aus dem Gefängnis entlassen wird. Wir haben sonst niemanden außer ihm.“
„Die Ratten, die Ratten, Bruder. Sie fressen das Fleisch unserer Kinder.“
„Wir wollen ein Leben … wir wollen ein Leben in Würde“, sagen sie. „Ein Leben in Würde mit Essen, Wasser und der Fähigkeit zu atmen. Man fühlt sich so erstickt. Wir brauchen so vieles … so, so vieles. Wir brauchen psychologische, finanzielle und moralische Unterstützung.“




