BRD: Pleitewelle rollt

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BRD: Pleitewelle rollt

Einige Wirtschaftsdaten prognostizieren eine minimale Erholung der Ökonomie des deutschen Finanzkapitals. Jedoch: Für Tausende kommt die Erholung aber zu spät!

Das Statistische Bundesamt meldet für Juni fast 16 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahresmonat, im ganzen ersten Halbjahr gab es sogar so viele Pleiten wie seit 13 Jahren nicht mehr.

Im Juni 2026 registrierten deutsche Amtsgerichte 2266 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Bei 30 Tagen in dem Monat entspricht das rechnerisch einer Firmenpleite alle 20 Minuten, fast ein Sechstel mehr als im Vorjahresmonat.

Von Januar bis Juni wurden 12.812 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine höhere Zahl von Insolvenzen gab es laut Statistischem Bundesamt zuletzt im ersten Halbjahr 2013 mit 13.253 Fällen.

Laut Statistischem Bundesamt sei der Bereich Verkehr und Lagerei mit knapp 72 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen am stärksten betroffen. Danach folgen das Gastgewerbe mit 60 Pleiten pro 10.000 Betriebe und die Bauindustrie mit 53 Insolvenzen.

Die tatsächlichen Gesamtzahlen dürften sogar noch etwas höher liegen. Das Bundesamt weist darauf hin, dass nur geordnete Geschäftsaufgaben gezählt wurden, nicht solche vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten.

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