Nachrichten

Ein Leser aus Schweden hat uns darüber informiert, dass es in Stockholm in der Nacht vom 6. Dezember zu angriffen auf die Polizei kam. Nach einer Party von Jugendlichen in dem Stadtteil  Ragsved wurden Polizeieinheiten angegriffen, die vor Ort stationiert waren, um unter anderem ein Auge auf die Party zu haben. Etwa 30 maskierte Jugendliche warfen mit Steinen und Molotowcocktails, woraufhin die Bullen vorerst fliehen mussten. Es wurde eine große Anzahl von Polizeieinheiten mobilisiert, auch auf diese regnete es Steine und Mollies, als sie in dem Viertel eintrafen, wie auch auf einem Video zu sehen ist. Im Verlauf der Nacht wurde eine Anzahl Polizeiautos beschädigt, auch etwa zehn weitere vor Ort parkende Autos wurden in Brand gesetzt und die örtliche Polizeiwache wurde durch Steinwürfe beschädigt. Nur unter Polizeischutz wurde es der Feuerwehr gestattet die brennenden Autos zu löschen. Auf Bildern ist zu sehen, wie eine schwedische Spezialeinheit in dem Viertel eingesetzt wird.

Wir dokumentieren hiermit einen Bericht des Netzwerks Freiheit für alle politischen Gefangenen zur aktuellen Lage Georges Ibrahim Abdallahs hin:

Georges Abdallah: Nein, meine Herren, Ihr Gericht ist alles andere als unpolitisch (« Non, Messieurs, votre Cour est loin d’être apolitique. Non, Messieurs, votre procès loin d’être légitime s’inscrit sur le drapeau légal de la guerre impérialiste menée contre notre peuple ». Citation extraite de la déclaration de Georges Abdallah lors du procès de 1987.) 13. November 2014

Im Zeitraum zwischen dem 12. und 22. November wurden 28 Aktionen durchgeführt, die auf Seiten der Reaktion zu mehr als 30 Toten und 10 Verletzten führten. Aus den Reihen der Neuen Volksarmee (NPA) opferte ein Kämpfer sein Leben.
Um die massiven Störoperationen der NPA gegen verschiedene Einheiten des Staats zu bekämpfen, feuerte die Reaktion mit Haubitzen auf ein Dorf, deren Bewohner evakuiert werden mussten.

Update:

Am 30. November fand in Manila eine Demonstration zum 50jährigen Bestehen der Patriotischen Jugend statt. Über 300 Mitglieder der kommunistischen Jugendorganisation namen an dieser teil und skandierten Parolen wie z.B. “Hammer und Sichel werden den Staat zerschlagen!” und “Volkskrieg ist die Antwort auf die Armut!”.

Während die internationale Presse und die Herrschenden in Südafrika heute Nelson Mandela an seinem 1. Todestag als „großen Revolutionär“ feiern, zeigt sich im Land selbst, was für eine Art von „Revolution“ dort stattgefunden hat. Die Unterdrückung und Ausbeutung ist weiterhin groß, die Armen werden vom Staat vernachlässigt, vertrieben und totgeschwiegen. Es werden weiterhin reaktionärste Praktiken wie die Entführung  von Mädchen und Frauen mit anschließender Zwangsheirat vom Staat toleriert.
Der Zorn des Volkes ist aber auch durch noch so hoch gelobte Helden und bombastischer Feiern nicht zu bändigen, so demonstrierten am 3. Dezember Bewohner des Johannesburger Stadtteils Lawley gegen abgeschalteten Strom, in Limpopo wegen fehlender Wasserversorgung, die die Menschen dazu zwingt, sich mit Schubkarren das benötigte Wasser aus dem Nachbarort zu transportieren, ausserdem wurden am 2. Dezember in Plangweni ein 19-jähriger und eine 34-jährige von den Bullen erschossen. Nachdem sich ein LKW überschlug und seine Ladung, Reis und Zucker, auf der Strasse landete, waren offenbar Polizisten selbst die Ersten, die dort die Ladung plünderten. Nachdem Passanten dazu kamen und selbst anfingen, sich Nahrungsmittel zu beschaffen, eröffneten die Staatsdiener mit scharfer Munition das Feuer auf sie. Neben den 2 Ermordeten wurden 11 Menschen verletzt, am heutigen Tag ist eine Demonstration und ein Marsch zur Polizeistation geplant.

Während des 15. Parteikongresses der französischen faschistischen Partei Front National (FN) kam es am vergangenen Wochenende zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Zahlreiche Organisationen hatten dazu aufgerufen, dem Treffen der FN offensiv zu begegnen und breite, antifaschistische Kräfte aus dem ganzen Land konnten dafür mobilisiert werden. Während der Französische Staat durch seine Beamten erst vor wenigen Wochen einen fortschrittlichen Jugendlichen während einer Demonstration mit einer Gasgranate ermordete, versuchte er im Gegenzug am 29.11. die Faschisten der FN bestmöglich vor dem Zorn der 4000 Gegendemonstranten zu schützen. Antifaschisten versuchten Polizeiketten zu durchbrechen und es kam zu einer harten Auseinandersetzung, in der mehrere Polizisten verletzt, sowie symbolische Institutionen des Imperialismus wie bspw. Banken und Zeitarbeitsfirmen angegriffen wurden.

Auf verschiedenen Nachrichtenseiten ist in den vergangenen Tagen die Nachricht aufgetaucht, dass der Vorsitzende Gonzalo, der Führer der Kommunistischen Partei Perus, angeblich in einen Hungerstreik getreten sein soll. Aus diesem Grund und weil viele unserer Leser darüber nachgefragt haben möchten wir hier klar stellen, dass die KPP den Hungerstreik stets abgelehnt hat und niemals als Mittel eingesetzt hat!
Wer sich über die aktuelle Lage in Peru informieren möchte, dem empfehlen wir die Übersetzung einer gemeinsamen Erklärung verschiedener lateinamerikanischer kommunistischer Organisationen anlässlich des 22. Jahrestages der Rede des Vorsitzenden Gonzalo.

Lang lebe der XXII. Jahrestag der Rede des Vorsitzenden Gonzalo

„Wir durchleben historische Ereignisse. Jeder von uns weiß, dass das der Fall ist. Machen wir uns nichts vor. In diesen Momenten müssen wir all unsere Kräfte verstärken, um uns den Schwierigkeiten zu stellen, unsere Aufgaben weiter zu erledigen und die Ziele zu erobern! Die Erfolge! Der Sieg! Das ist was getan werden muss.“

Vorsitzender Gonzalo, 24. September 1992

Am 24. November wurde in  Pedras de Maria da Cruz eine Demonstration der Liga der armen Bauern zum Gedenken an den von der Reaktion ermordeten Genossen Cleomar durchgeführt. Die Demonstration hinterliess einen starken Eindruck auf die Bevölkerung der Stadt, Händler, Arbeiter und andere kamen hinzu und schlossen sich der Demonstration an. Die Demonstration führte zum Rathaus um dort die Verbrechen der Großgrundbesitzer zu denunzieren und eine Bestrafung die Mörder und Hintermänner des Mordes an Cleomar Rodrigues zu fordern.

In Deutschland, Europa und überall auf der Welt hat es am 25. November Aktionen und Infoveranstaltungen anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen gegeben. In Deutschland gab es zahlreiche Infoveranstaltungen und Demonstrationen unter anderem in Hamburg, Köln und Stuttgart, an denen sich mehrere hundert Demonstranten beteiligten. Allein in Österreich, der Schweiz und Italien mobilisierten die Genossen u.a. zu Aktionen in Wien, Linz, Basel, Zürich, Tarent, Palermo und Bologna.